Nicht nur für Frauen: Wie Dorsten den Weltfrauentag feiert

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„Schichtarbeit - Herstory repeats itself" ist eine Produktion des aktivistisch-feministischen Kollektivs „Faul & Hässlich". © Linda Breda
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Rund um den Weltfrauentag am 8. März (Dienstag) haben die Gleichstellungsstelle der Stadt und andere Veranstalter auch diesmal wieder ein Kulturprogramm zusammengestellt.

  • „Walk in a Dress“ bildet am Sonntag (6. März) um 12 Uhr vor dem Alten Rathaus den Auftakt, bei dem Frauen ihr Selbstbewusstsein in einem Kleid ihrer Wahl bei einem Spaziergang zeigen sollen. Unter dem Motto #MarchMonthOfWomen wollen Frauen in Kooperation mit dem Verein „Wir sind für uns da – Polki NRW“ ihre Präsenz im politischen, gesellschaftlichen und beruflichen Leben unterstreichen.
  • „Was bedeutet es für mich, eine Frau zu sein?“ lautet die zentrale Frage einer Ausstellung, die am Dienstag (8. März) ab 18 Uhr in den Räumen des Kunstvereins in der Franziskaner-Passage an der Lippestraße gestellt werden soll. Die Ausstellung ist jeweils freitags (11. und 18. März) von 14 bis 18 Uhr und samstags (12. und 19. März) von 11 bis 15 Uhr zu besichtigen.
  • Im Jüdischen Museum findet am Donnerstag (10. März) ab 19.30 Uhr ein Vortrag über Rosi Wolfstein-Fröhlich statt. Die gebürtige Wittenerin war eine Schülerin Rosa Luxemburgs. Als engagierte Politikerin wandte sie sich gegen Nationalsozialismus und Stalinismus. Dr. Riccardo Altieri präsentiert seine Kurzbiografie über die „nichtjüdische Jüdin“, die fast 100 Jahre alt geworden ist. Eintritt 6 Euro. Anmeldung unter rezeption@jmw-dorsten.de oder Tel. (02362) 45279.
  • Die Kabarettistin Eva Eiselt sinniert am Samstag (12. März) ab 20 Uhr in der Aula der St.-Ursula-Realschule darüber, was wäre, „wenn Schubladen denken könnten“. Karten sind bei der Stadtinfo an der Recklinghäuser Straße oder bei www.reservix.de zu haben.
  • Das feministische Theater „Schichtarbeit“ ist am 18. März (Freitag) ab 20 Uhr im Tisa-Archiv an der Fürst-Leopold-Allee zu Gast. Der Theaterabend befasst sich mit der Verdinglichung des weiblichen Körpers im Kapitalismus und gibt Frauen aus Vergangenheit und Gegenwart eine Stimme, um die Zukunft zu verändern. Karten bei der Stadt-Info oder bei reservix.

„Kultur von Frauen braucht heute keinen Namen mehr“

Erstmals trägt die Veranstaltungsreihe rund um den Weltfrauentag übrigens nicht mehr den Titel Frauenkulturtage. Die neue Gleichstellungsbeauftragte Kim Wiesweg erklärt das so: „Es wird die Frauenkulturtage so, wie wir sie kannten, nicht mehr geben. Ich habe im Rahmen des Weltfrauentages verschiedene Veranstaltungen geplant, werde aber das ganze Jahr über Veranstaltungen als Gleichstellungsstelle anbieten und damit meine Haltung, dass Kultur von Frauen heute keinen eigenen Namen mehr braucht und Veranstaltungen von und mit Frauen das ganze Jahr über Platz finden sollen und können und nicht nur im März, unterstreichen.“