Nilua beschert den Zuschauern im Amphitheater Gänsehautmomente

mlzKonzert im Bürgerpark

Konzerte im Amphitheater des Bürgerparks, die funktionieren wieder. Allerdings mit dem nötigen Sicherheitsabstand in den Zuschauerrängen. Am Samstag war dort die Sängerin Nilua zu Gast.

Dorsten

, 21.06.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war wie die Vertonung eines sehr persönlichen Tagebuchs. Dabei machte Sängerin Nilua musikalisch bei ihrem Auftritt im Dorstener Amphitheater vor keinem Genre halt - Beat, Soul, Jazz, Reggae, Akustik und mehr waren zu hören, alles in Niluas minimalistischer Art. „Borderless Music“ nennt die Künstlerin selbst ihre Ausrichtung.

Experimentell mit sphärischen Klängen

Aufs erste Hören kling die Musik Niluas wenig griffig, teils experimentell mit sphärischen Klängen aus ihrer Loop-Station - doch das verliert sich rasch, wenn man sich auf die Songs einlässt. Angst und Wut prägen die Songs ebenso wie Freude, Optimismus und Dankbarkeit. „I am tired of all that shit“, singt sie, „nothing is easy, but make it happen.“ Präsentiert mit einer Stimme, die für Gänsehautmomente im Amphitheater sorgte.

Den Zuhörern im Bürgerpark wurden Gänsehaut-Momente beschert.

Den Zuhörern im Bürgerpark wurden Gänsehautmomente beschert. © Ralf Pieper

Ihre Songs sind nie peinlich

Ihre auf Englisch geschriebenen Songs sind trotz aller Gefühle, um die es geht, nie peinlich. „Persönliche Texte zu schreiben, diese zu vertonen und damit an die Öffentlichkeit zu gehen, braucht großen Mut“, so Beate Filipowski. „Persönliche Geschichten, die berühren und mitnehmen“, meinte eine andere Zuhörerin. „Man findet sich in den Songs wieder und singt leise mit.“ Unter den Gästen sah man viele Schermbecker – Schermbeck ist die frühere Heimat der Sängerin.

Gäste rückten ein weniger näher zusammen

Während beim letzten Konzert vor einer Woche im Amphitheater noch große Sicherheitsabstände gewahrt wurden, rückten die Gäste am vergangenen Samstagabend schon ein wenig näher zusammen, ohne allerdings den Sicherheitsabstand zu unterschreiten. Wieder war die Zahl der Besucher im Amphitheater auf 100 begrenzt. Schnell waren die kostenlosen Plätze ausgebucht.

Neben Nilua trat die junge Düsseldorferin Julika auf.

Neben Nilua trat die junge Düsseldorferin Julika auf. © Ralf Pieper

Neben Nilua trat die junge Düsseldorferin Julika auf. Als Support bestritt sie ein 30-minütiges Vorprogramm. Am Keyboard spielte und sang sie eigene Lieder und auch Coversongs, unter anderem von Chris Isaak und Adele. In ihren Songs bringt Julika viel Gefühl und Herzschmerz unter und pflanzt mit einem gängigen Refrain dem Publikum schnell mal einen Ohrwurm ins Gehör.

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