Ob Kinder und Jugendliche der Gemeinde St. Agatha, wie hier 2019, ins Ferienlager nach Ameland fahren können, ist ungewiss. © privat
Ferienangebote

Noch besteht Hoffnung: Ferienlager und Alternativen werden geplant

Was können Kinder und Jugendliche in diesem Jahr machen? Einige Dorstener Organisationen planen Ferienlager und andere Aktivitäten für den Sommer. Dabei müssen sie immer einen Plan B haben.

Ludger Krogmann schüttelt den Kopf. „Im letzten Jahr hätten wir uns nicht träumen lassen, dass wir dieses Jahr noch mehr Schwierigkeiten haben“, meint der Pastoralreferent in der Kirchengemeinde St. Agatha zur Planung für das alljährliche Sommerferienlager auf der niederländischen Insel Ameland. Der dortige Ferienhof ist bereits gebucht. Die Kontakte zum Bauern, dem der Hof gehört, sind gut, sodass auf die Gemeinde im Falle einer Absage keine Stornierungskosten zukämen.

Ameland oder Angebot vor Ort?

Eine Entscheidung, ob das Lager wie im vergangenen Jahr ausfällt, soll bis Mitte Mai fallen. „Im Moment sieht es natürlich nicht so gut aus“, stellt Ludger Krogmann beim Blick auf die Inzidenzwerte fest. Neue Anmeldungen habe die Gemeinde nicht angenommen, die Kinder, die letztes Jahr gefahren wären, dürfen auch diesmal fahren. „50 von zuvor 70 wollen wieder fahren, sodass wir diesmal weniger Kinder mitnehmen“, berichtet der Pastoralreferent.

Als Alternative ist wie im Vorjahr ein Ferienspaß-Angebot vor Ort geplant. „Wir hoffen, im Sommer etwas auf die Beine zu stellen. Aber das hängt natürlich von den konkreten Zahlen ab“, so Ludger Krogmann.

Zuversicht im Haus der Jugend

Benjamin Salewski blickt für das Haus der Jugend relativ zuversichtlich Richtung Sommer. „Ich gehe davon aus, dass wir unseren Sommerferienspaß unter veränderten Rahmenbedingungen stattfinden lassen können“, glaubt er. Ähnlich wie im Vorjahr könnten die Angebote in den ersten beiden Sommerferienwochen mit festen Gruppen der zugelassenen Größe laufen.

„Wir wissen natürlich noch nicht, wie viele Plätze wir frei haben. Da müssen wir die genauen Regelungen abwarten. Der Ferienspaß soll eine Mischung aus Kreativangeboten, Spielangeboten und, wenn möglich, kleinen Ausflügen werden“, erklärt Benjamin Salewski. Deswegen sei es wichtig, die Planung spontan anzupassen. Durch den engen Kontakt zu den Kindern könne man das Programm auch kurzfristig ändern.

Eine der wenigen Gruppen, die im Sommer 2020 ein Ferienlager durchgeführt hat, ist der Pfadfinderstamm St. Agatha. „Das hat mit den entsprechenden Konzepten wunderbar geklappt, wir waren unter uns“, erinnert sich der Stammesvorsitzende Sebastian Schlüter. Ähnlich plant der Stamm deshalb auch in diesem Jahr. „Wir werden unsere Corona-Schutzmaßnahmen dementsprechend anpassen“, erklärt der Leiter.

Pfadfinder planen Lager innerhalb von Deutschland

In den letzten beiden Wochen der Sommerferien sollen sich 30 bis 40 Dorstener Pfadfinder auf einem Pfadfinderplatz nahe Hildesheim aufhalten. „Dort sind wir ganz alleine auf einem großem Platz, auf dem sich fünf bis sieben Gruppen aufhalten könnten“, erklärt Sebastian Schlüter. Im Moment läuft noch die Anmeldung, man merke schon, dass die Eltern noch etwas zurückhaltend seien. „Die Situation ist unklar, viele wollen sich nicht frühzeitig festlegen“, beobachtet der Stammesvorsitzende. Einen Notfallplan gebe es noch nicht. Wenn die Fahrt nicht möglich sein sollte, wäre zum Beispiel ein Zeltwochenende vor Ort denkbar.

Der Pfadfinderstamm St. Agatha war noch im vergangenen Jahr im Ferienlager unterwegs. © privat © privat

Auch der Stamm St. Bonifatius plant ein Lager in Deutschland. „Die Anmeldungen laufen jetzt, die ersten Kinder haben sich bereits angemeldet“, berichtet Anna-Lena Kuhn, Leiterin der Gruppe. Die Anmeldung für die zwei Wochen zum Ende der Ferien kann bis einen Tag vorher storniert werden. 15 bis 20 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene nehmen üblicherweise am Sommerlager teil.

Der Notfallplan sieht vor, wie im Vorjahr eine Woche vor Ort in Holsterhausen zu zelten. „Da ist es einfacher, Gruppen einzuteilen“, weiß Anna-Lena Kuhn. Die Pfadfinder hoffen natürlich darauf, dass das Lager stattfinden kann. Aber das hänge von den Vorgaben ab. „Wenn die Regeln noch strenger sein sollten als letztes Jahr, wird es irgendwann nicht mehr umsetzbar“, meint Anna-Lena Kuhn.

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Bastian Becker

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