Notstromanlage kann die Wasserversorgung in Dorsten für bis zu 72 Stunden sicherstellen

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Am Wasserwerk in Holsterhausen baut die Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft (RWW) eine Notstromanlage. Was das bedeutet, erklärte die RWW bei einem Infoabend.

Holsterhausen

, 16.03.2019, 13:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dieser Infoabend der Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft (RWW) am Wasserwerk in Holsterhausen hätte wohl mehr als die wenigen interessiert, die da waren – hätte denn das Wetter mitgespielt. Denn die RWW informierte über nicht weniger als die derzeit im Bau befindende Notstromanlage am Wasserwerk in Holsterhausen.

Zusammen mit RWW-Projektleiter Lothar Mindthoff, dem Leiter der Abteilung Planung, Volker Niechciol, und dem beratenden Ingenieur Holm Friedrich, vom Ingenieurbüro Björnsen, erläuterte die RWW, warum eine solche Anlage Sinn ergebe. Aber auch, was auf die nahe des Wasserwerks lebenden Bewohner lärm- und abgastechnisch zukommt.

Gefahr eines Stromausfalls ist gestiegen

Zum Verständnis: Das Wasserwerk in Holsterhausen ist eines von neun der RWW. Es versorgt nicht nur Dorsten mit Wasser, sondern auch Bottrop und Gladbeck. Sogar Oberhausen-Sterkrade wäre von einem möglichen Ausfall des Wasserwerks betroffen. Volker Niechciol erklärte: „Aufgrund der Energiewende ist die Gefahr gestiegen, für eine Zeit vom Stromnetz ausgeschlossen zu werden." Damit die Wasserversorgung in Dorsten und Umgebung für diesen Fall gesichert ist, hat sich die RWW dazu entschieden, die Notstromanlage in Holsterhausen zu errichten. Es ist die erste an einem RWW-Wasserwerk. An den anderen Standorten soll nachgezogen werden.

Anlage erkennt Stromausfall vollautomatisch

Doch was kann die Notstromanlage leisten? Das erklärte der beratende Ingenieur Holm Friedrich: „Die Notstromanlage kann die Wasserversorgung in Dorsten für bis zu 72 Stunden sicherstellen." Im Fall, dass die Anlage nachgetankt wird, sogar „unendlich lange". Die Anlage wird automatisch betrieben. „Einen Stromausfall erkennt sie und schaltet sich von selbst ein", erklärte Friedrich.

Regelmäßige Kontrollen

Da das Wasserwerk nahe einer Wohnsiedlung steht, war der RWW wichtig, Präventionsmaßnahmen zum Thema Emissionsschutz zu tätigen. Bereits im Vorfeld wurde der Lärmpegel am Wohngebiet gemessen, um eventuelle Beschwerden zu verhindern. Weiterhin sollen regelmäßige Messungen und Wirksamkeitskontrollen durch Sachverständige durchgeführt werden, um die ansässigen Bewohner vor Lärm und Abgasen zu schützen.

Die Anlage soll bis Ende Juni fertiggestellt sein. Dann folgt ein zweimonatiger Probebetrieb, um eventuelle Fehler zu beheben. Im September 2019 folgt die Abnahme.

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