Open Air in Dorsten: Ein Stück Freiheit ist zurück (mit Fotostrecke)

mlzCreativ-Quartier

Sechs Bands an zwei Tagen - das Open Air im Creativ-Quartier bot an Pfingsten musikalisch einiges. Die Besucher genossen an beiden Tagen aber noch mehr: ein Stück neu gewonnener Freiheit.

Dorsten

, 01.06.2020, 11:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Endlich mal wieder Applaus!“ Marian Kuprat brachte es auf den Punkt, was wohl alle Künstler beim Open Air des Vinylcafs dachten: Wieder Live-Musik auf einer echten Bühne vor echten Menschen. „Drei Monate lang haben wir nicht zusammen auf der Bühne gestanden“, so Marian Kuprat.

Cover-Songs und eigene Kompositionen

Beim zweitägigen Open Air auf dem Zechengelände im Innenhof des Creativ Quartiers gab es am Samstag- und Sonntagabend Akustikcover von Größen wie den Beatles und U2, Eurythmics, Rod Stewart, Joe Cocker, Fanta 4, Wolf Maahn zu hören. Einige Künstler brachten auch eigene Kompositionen mit.

Den Samstagabend gestalteten Akra Boa, Schall & Rausch und Marian Kuprat, am Sonntagabend standen Erik Rokitta, Sloe Gin und Hand Jam Two auf der Bühne.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Open Air auf dem Zechengelände

Im Creativ-Quartier Fürst Leopold fand an Pfingsten das erste Open-Air-Festival in Zeiten der Corona-Krise statt. Sechs Bands spielten an zwei Abenden, dutzende Zuhörer waren dabei.
31.05.2020
/
© Ralf Pieper
© Ralf Pieper
© Ralf Pieper
© Ralf Pieper
Schall & Rausch© Ralf Pieper
"Wir freuen uns wieder live vor Publikum spielen zu können", so die Musiker von Sloe Gin. Die Einnahmen aus dem Hut spendeten sie dem Vinylcafe.© Ralf Pieper
Gute Stimmung bei den Besuchern.© Ralf Pieper
Akra Boa© Ralf Pieper
In gemütlicher Runde kühle Getränke und Live-Musik genießen - für die Besucher eine langsame Rückkehr zur Normalität.© Ralf Pieper
Gute Laune beim Open Air.© Ralf Pieper
Sloe Gin© Ralf Pieper
Seit Samstag dürfen bei Veranstaltungen wieder bis zu zehn Unmaskierte an einem Tisch sitzen.© Ralf Pieper
Die Gäste wurden gut versorgt.© Ralf Pieper
© Ralf Pieper
Hand Jam Two© Ralf Pieper
© Ralf Pieper
Auch die Bands standen wegen Corona in kleinerer Besetzung auf der Bühne.© Ralf Pieper
Gute Stimmung an den Tischen.© Ralf Pieper
Akra Boa© Ralf Pieper
Schall & Rausch© Ralf Pieper
Marian Kuprat und Band© Ralf Pieper
Marian Kuprat© Ralf Pieper
Die Musiker hatten sichtlich Spaß wieder vor echtem Publikum zu spielen.© Ralf Pieper
Nur am Tisch durften die Masken abgenommen werden.© Ralf Pieper
© Ralf Pieper
Marian Kuprat© Ralf Pieper
© Ralf Pieper
© Ralf Pieper
Erik Rokitta© Ralf Pieper
Erik Rokitta© Ralf Pieper
Hand Jam Two© Ralf Pieper
Hand Jam Two© Ralf Pieper
© Ralf Pieper

„Auf dem Zechengelände haben wir alle Möglichkeiten, die strengen Hygieneauflagen zu erfüllen“, so Veranstalter Heinz-Bernd Töns. „Die ab Samstag geltende neue Regelung, dass zehn Personen an einem Tisch sitzen dürfen, kommt uns zusätzlich entgegen und sorgt für Stimmung an den Tischen. Ein großes Lob aber auch an die Einsicht der Besucher: Keiner beschwert sich, alle machen mit.“ Die Besucher freuten sich über ein Stück neu zurückgewonnene Freiheit.

„Endlich geht es im Kulturbereich weiter“

Auf dem Gelände und beim Gang zur Toilette mussten Schutzmasken getragen werden, Getränke und Snacks wurden am Tisch serviert, eine Theke gab es nicht. Klaus Deiters meinte am Samstag: „Es tut gut, dass es endlich auch im Kulturbereich weitergeht. Wir wissen alle nicht, wohin die Corona-Reise geht – wir können ja nicht jahrelang in einer Höhle leben.“

Susanne Heupel ergänzte: „Beim Konzert am Tisch sitzen bleiben zu müssen, ist schon ein wenig seltsam. Es wird dauern, bis die alte Leichtigkeit zurückkehrt. Bis dahin muss man die neue Situation als Normalität akzeptieren.“

Sylvia Lorscheid sagte: „Ich habe mich schon an die neue Situation gewöhnt. Die Hygienevorschriften und Verhaltensregeln tun der Veranstaltung keinen Abbruch.“ „Ich finde es einfach ganz toll, mal wieder unter Leuten zu sein“, bestätigte Patricia Joswig.

Hand Jam Two spielten als letzte Band beim Open-Air auf dem Zechengelände.

Hand Jam Two spielten als letzte Band beim Open-Air auf dem Zechengelände. © Ralf Pieper

Während der Auftritte der Künstler ging Heinz Bernd Töns mit einem Hut herum. „Alle Künstler sind aktuell ohne Einkommen“, erklärt er. „Wenn der Hut für die Künstler herumgeht, schmeißt entsprechend auch was hinein.“ Die Gäste kamen dieser Aufforderung gerne nach – glücklich, mal wieder Live-Musik zu erleben.

Mit rund 70 Besucher an jedem Abend war Töns zufrieden. „Es läuft gut, und wenn wir alles genehmigt bekommen, wird es weitere Open Airs mit Künstlern aus dem Vinylcafé geben.“ Als voraussichtlichen Termin hierfür nannte er den 20 Juni. Weiter kündigte er für Donnerstag, 18. Juni, den ersten Grillabend am Vinylcafé an. Für diese Veranstaltung ist eine Voranmeldung nötig.

Lesen Sie jetzt