Rund 50 Parkplätze würden wegfallen, wenn die Stadt das Parkdeck am Wulfener Markt abreißt. Ersatz könnte im Umfeld der neuen Kita geschaffen werden. © Guido Bludau
Parkplätze

Parkdeck-Abriss: Potenzial für neue Parkplätze durch Kita-Neubau

Die wegen des Kita-Neubaus wegfallenden Parkplätze in Wulfen sollen allesamt ersetzt werden. Unklar ist, wie Ersatz nach einem möglichen Abriss des Parkdecks geschaffen wird.

Für die neue Kita an der Marktallee in Wulfen müssen rund 20 Parkplätze weichen. Die werde man aber allesamt im Umfeld der Kita ersetzen, kündigte Stadtbaurat Holger Lohse zuletzt im Bauausschuss an. Außerdem will die Stadt das marode Parkhaus-Obergeschoss am Napoleonsweg abreißen. Das bietet rund 50 Stellplätze und ist laut Analyse eines Architekturbüros auch häufig ausgelastet.

Ein möglicher Wegfall dieser Parkplätze hatte zuletzt für Unruhe gesorgt. Vor allem ältere Bürger fragen sich, wie sie künftig mit dem Auto zum Ärztehaus kommen sollen, wenn die Parkhaus-Stellplätze mal eben halbiert werden. „Wir beobachten den Bedarf genau“, so Lohse.

Parkhaus-Passage in Vorlage sorgt für Verwirrung

Lohse wies im Bauausschuss darauf hin, dass der Kita-Neubau weitere Möglichkeiten für Stellplätze im Umfeld eröffne. „Da, wo die Bäume stehen“, hieß es quasi zeitgleich aus den Fraktionen von SPD und Grüne. Die Grünen wollten sogar gegen die Baufreigabe für die Kita stimmen, wenn das automatisch Zustimmung zum Abriss des Parkdecks und der Schaffung ebenerdiger Stellflächen zulasten Bäume bedeutet hätte.

Parkdeck-Abriss und Kita-Neubau haben nichts miteinander zu tun. Die Verwirrung kam zustande, weil in der Beschlussvorlage zum Kita-Neubau eine Passage zum Parkdeck enthalten ist. Die Frage, ob das Parkdeck abgerissen oder saniert wird, ist nicht endgültig geklärt. Aus Kostengründen sei ein Abriss aber wahrscheinlich, so Lohse.

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Redakteur
Einst aus Sachsen nach Westfalen rübergemacht. Dort in Münster und Bielefeld studiert und nebenbei als Sport- und Gerichtsreporter gearbeitet. Jetzt im Ruhrpott gelandet. Seit 2016 bei Lensing Media.
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Robert Wojtasik
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