Parkplatz am Einkaufszentrum Händelstraße: Das denken die Dorstener darüber

mlzParkplatz Händelstraße

An der Verkehrsführung auf dem Parkplatz Händelstraße scheiden sich die Geister. Von „unnötige Geldausgabe“ bis hin zu „trägt zur Sicherheit der Fußgänger bei“ reichen die Reaktionen.

Dorsten, Feldmark

, 14.08.2019, 17:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Blaue Fußgängerstreifen markieren den Weg vom Auto zu den Supermärkten und zum Drogeriemarkt. Zusätzliche Zebrastreifen wurden zur Sicherheit der Fußgänger auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums Händelstraße angelegt. Und eine Bodenschwelle in der Hauptzufahrt des Parkplatzes bremst allzu eilige Autofahrer wirkungsvoll ab. Und doch ist das Echo auf die neue Verkehrsführung geteilt. Das zeigen Kommentare zu unserem Bericht auf unserer Facebook-Seite.

Leserin Britta Lange findet die neue Verkehrsführung prinzipiell gut, vermisst aber ein paar Verbesserungen. Hier ihre Vorschläge: „Durch die blauen Fußgängerwege und die zahlreichen Zebrastreifen ist es auf dem Parkplatz für die Kaufkundschaft deutlich sicherer geworden. Aber es ist noch nicht vollkommen, denn es fehlt noch ein blauer Streifen vor dem Eingangsvorplatz von Rewe, dm und Penny parallel zur Zufahrtsstraße, damit die Kunden ohne Schlenker zu den Eingängen der Geschäfte kommen. Hier wird der Vorplatz meist großzügig mit Sonder-Verkaufstischen vollgestellt bzw. parken dort auch schon mal Zulieferer oder Geldtransporter. Auch sollte über einen weiteren Einkaufswagen-Stand im hinteren Bereich des Parkplatzes nachgedacht werden.“

Parkplatz am Einkaufszentrum Händelstraße: Das denken die Dorstener darüber

Aus der Luft betrachtet: die neue Parkplatz-Verkehrsführung am Einkaufszentrum Händelstraße in Dorsten. © Guido Bludau

„Gute Sache! Wird bei größeren Centern (Centro OB) auch so gemacht und trägt sicherlich zur Sicherheit bei. Die Ausführung der Markierungen ist in Dorsten allerdings speziell ...“, schreibt uns Julian Meier-Spiering.

Frank Schmidt sagt indes: „Schlechtester Parkplatz in Dorsten. Und jetzt noch die schwachsinnige Schwelle in der Einfahrt. Ich werde ernsthaft überlegen, demnächst nicht mehr mit dem Auto dorthin zu fahren. Das bedeutet dann nur noch den kleinen Einkauf bei Rewe.“

Kontroverses Meinungsspektrum widergespiegelt

Das kontroverse Meinungsspektrum prägt die gesamte Diskussion. Ursprünglich hatte der Parkplatz an der Händelstraße eine sehr breite Zufahrt und lediglich einen Zebrastreifen in Höhe des Rewe-Marktes. Viele Autofahrer fassten den guten Ausbau wohl als Einladung auf, tüchtig Gas zu geben. Beobachter vor dem Einkaufszentrum kritisierten in der Vergangenheit mehrfach, dass die Situation für Fußgänger brenzlig sei und zu wenig Rücksicht aufeinander genommen werde.

Die T5 Immobiliengruppe, Eigentümerin des Geländes, hat aus eigenen Beobachtungen und Kritik, die an sie herangetragen worden ist, ihre Konsequenzen gezogen. Der Geschäftsführer des Unternehmens, Frank Balster, sagte auf unsere Anfrage, dass die Umgestaltung des Parkplatzes fortgesetzt werde. „Vor den Märkten werden noch Geländer angebracht, um die Fußgänger sicher an ihre Ziele auf dem Parkplatz zu lenken.“

Für alle zur Erinnerung: Es gilt die Straßenverkehrsordnung

Im Übrigen gilt auf dem Parkplatz an der Händelstraße die Straßenverkehrsordnung. Ein Fachanwalt für Verkehrsrecht hat das auf unsere Anfrage 2018 nach dem tödlichen Unfall vor Rewe erläutert: „Grundsätzlich heißt es hier, das Gebot der allgemeinen Rücksichtnahme zu beachten, besonders langsam zu fahren und immer bremsbereit zu sein. Auch eine gesondert angelegte Fahrspur heißt nicht, dass man automatisch Vorrang hat, wie im fließenden Verkehr üblich. Und auch die Rechts-vor-Links-Regelung kann hier nicht einfach beansprucht und durchgesetzt werden.“

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