Parole heißt Einigkeit

CDU-Parteitag: Neues Vorstandsteam will Konflikte intern ausräumen

01.06.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Tobias Stockhoff (25), u.a. Kreisvorsitzender der Jungen Union, löste als neuer Vorsitzender Werner Niermann ab, der sich nach 28 Jahren aus der ersten Reihe zurückzieht. Spannender als die Frage, mit welchem Stimmenergebnis die vorher auf Ortsverbands-Ebene abgestimmte Stockhoff-Inthronisierung erfolgen würde (der neue Vorsitzende konnte 82 von 102 Stimmen für sich verbuchen), war für viele Teilnehmer die Sorge, dass es wegen des zuletzt in der Fraktion schwelenden Konflikts und dessen personeller Konsequenzen zu einer öffentlichen Abrechnung kommen könnte. Der große Schlagabtausch blieb jedoch aus. Lediglich zweimal drang durch, dass die mehrfach beschworene Einigkeit der Christdemokraten Risse hat. So merkte der scheidende Vorsitzende Werner Niermann in seinem Geschäftsbericht an, sein Rückzugs-Entschluss nach mehr als zwei Jahrzehnten Führungsarbeit resultiere daraus, «dass es in den letzten Jahren viele Enttäuschung gegeben hat». Thematisiert wurden diese Probleme dann bei der Aussprache von einem Partei-Veteranen. Der frühere Ratsherr Ludwig Klapheck monierte, dass die Querelen nicht offen und ehrlich auch außerhalb der Vorstandsebene diskutiert würden und nur der Presse zu entnehmen seien. Starker Applaus zeigte, dass er mit dieser Meinung nicht alleine stand. Noch größer war der Beifall aber für den Kreisvorsitzenden Josef Hovenjürgen: «Meine Begeisterung ist begrenzt, wenn Interessens-Konflikte öffentlich ausgetragen werden. Mein Appell: Rauft Euch zusammen, damit die sehr gute Arbeit von Bürgermeister Lambert Lütkenhorst und der Fraktion unter der Führung von Bernd Schwane nicht überschattet wird.» Dies unterstrich auch der neue Vorsitzende Tobias Stockhoff: «Krach gibt's gelegentlich in jeder Familie. Aber in guten Familien erfährt der Nachbar vom Streit gar nichts, das muss auch unser Ziel in der CDU sein.» Er werde mit seinem Vorstandsteam alles daran setzen, Lütkenhorst und Schwane zu unterstützen. Einen versöhnlichen Abschluss fand der Parteitag mit der einstimmigen Ernennung von Werner Niermann zum Ehrenvorsitzenden. Schon vorher war dem Rhader Christdemokraten mehrfach für seine Verdienste gedankt worden. kdk Mehr auf Seite 3www.cdu-dorsten.de

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