Party-Klänge vor dem Haus: DJ überrascht Menschen mit Behinderungen

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Die Bewohner einer Wohnstätte in Dorsten dürfen wegen der Coronakrise nicht vor die Tür. Um ihnen eine Freude zu bereiten, hatten ein Schützenverein und der „Haus-DJ“ eine Gute-Laune-Idee.

Dorsten

, 18.04.2020, 19:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der AWO-Wohnstätte an der Pestalozzistraße 7 auf der Hardt leben Menschen mit geistigen, seelischen und körperlichen Beeinträchtigungen zusammen. Die Corona-Krise trifft die Bewohner besonders schwer, denn sie dürfen das Haus nicht verlassen und auch keinen Besuch empfangen.

Da ist natürlich jede Abwechslung willkommen und sorgt für große Freude im Haus und seinen Bewohnern. Aus diesem Grund taten sich der Schützenverein Dorsten-Hardt und der in Dorsten durch zahlreiche Auftritte bekannte DJ Peter Suttrop zusammen und veranstalteten für die Bewohner eine kleine Party am Samstagnachmittag.

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Auf der Festwiese des Schützenvereins am Kögelweg hatte Peter Suttrop seine Musikanlage aufgebaut.

Die Bewohner warteten gespannt auf den Terrassen des Hauses, was da kommt. Und dann kamen sie: Wolfgang Petry, Mickie Krause und Co.

Gute Laune mit Musik

Peter Suttrop legte Partymusik auf und sofort wurde auf den Terrassen, am Fenster und im Garten der Wohnanlage eifrig getanzt. Auch Bürgermeister Tobias Stockhoff schaute vorbei und wünschte dem Partyvolk des Wohnheims viel Spaß.

DJ Peter Suttrop, ausstaffiert natürlich mit modischer Schutzmaske, erzählt: „Ich mache schon seit einiger Zeit alle zwei Monate Partys mit den Bewohnern – normalerweise im Haus. Jetzt ist das nicht möglich und die Party sollte wegen der Corona-Krise ausfallen. Aber es gibt nichts Besseres als Musik, um gute Laune bei den Bewohnern zu verbreiten.“

DJ Peter Suttrop sorgte für Stimmung.

DJ Peter Suttrop sorgte für Stimmung. © Ralf Pieper

Also fragte er beim Vorstand des Schützenvereins nach, ob er die Festwiese für ein Open-Air-DJ-Set zur Verfügung stellen würde. Die Schützen waren begeistert, stellten den Platz, lieferten den Strom für seine Anlage und legten noch einen obendrauf, indem sie Getränke und Snacks an die Bewohner verteilten. Alles natürlich unter Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen.““

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Auch Spaziergänger blieben mit gebotenem Sicherheitsabstand am Zaun des Platzes stehen und freuten sich mit den Bewohnern über die musikalische Botschaft. „Genial. Eine tolle Sache“, meinte eine Passantin. „Man sieht den Bewohnern den Spaß an.“

Nachbarn kamen aus den Häusern

Es sind hauptsächlich jüngere Menschen im Alter zwischen 20 und 25 Jahren, die hier wohnen und da war die Partymusik natürlich genau das Richtige. Auch einige Anwohner kamen aus ihren Häusern, schauten zu und tanzten mit.

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