Paula Kurby aus Dorsten fährt zur Cheerleading-Weltmeisterschaft nach Orlando

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Seit drei Jahren ist Paula Kurby Cheerleaderin. Dass sie besonders gut ist, wurde schnell klar. Jetzt fliegt sie mit dem Nationalkader zur Weltmeisterschaft in die USA.

Dorsten

, 04.02.2019, 16:35 Uhr / Lesedauer: 3 min

Am 17. April hebt das Flugzeug ab, dann geht es los. Doch bis dahin steht für Paula Kurby noch viel Training bevor. Die Dorstenerin ist eine von 28 jungen Mädchen, die mit der Nationalmannschaft zur Cheerleading-Weltmeisterschaft fahren.

„Ich freue mich schon riesig“, erzählt die junge Dorstenerin und ihre Augen leuchten. Aus ihrem Verein, den GoldFlames Gelsenkirchen, ist sie die erste, die es bis zu einem so großen Turnier schafft. Das hat zwar zum Teil organisatorische Gründe, aber auch die Leistung der 16-Jährigen ragte heraus, berichtet Trainerin Janine Nowak: „Wir sind erst seit diesem Jahr in dem Cheerleading-Verband, der eine Weltmeisterschaft anbietet. Aber Paula ist auch vermutlich die erste, die sowohl das Können als auch die Charakter-Eigenschaften mitbringt.“

Mut war für die Bewerbung wichtig

Besonders Mut war für die Bewerbung für den Nationalkader wichtig. Bereits vor einigen Monaten hat die Dorstenerin ein Video mit all ihren Stärken gedreht, das sie zur Nationalmannschaft schickte. Anhand dessen wurde sie als eine der besten Cheerleaderinnen ausgewählt. Doch damit nicht genug: Bei einem Probetraining musste sie sich erneut gegen die Besten der Besten durchsetzen. Erst danach war die Freude groß, als es hieß: Du fährst mit zur Weltmeisterschaft nach Amerika!

Trainerin Janine Nowak unterstützt Paula Kurby, wo es möglich ist.

Trainerin Janine Nowak unterstützt Paula Kurby, wo es möglich ist. © privat

Bis es soweit ist, hat Paula Kurby aber noch einiges zu tun. Bei der Weltmeisterschaft nimmt sie die gleiche Rolle ein, wie auch im Verein. Sie ist für das Bodenturnen, also Flic Flacs, Schrauben und Co, zuständig. Vor einem großen Turnier wie diesem will das aber noch mehr geprobt sein als sowieso schon. Vieles übt sie schon in ihren normalen Trainingsstunden, berichtet die 16-Jährige: „Ich habe dreimal die Woche sowieso zwei Stunden Training, da üben wir viel. Aber die eine oder andere Extraeinheit ist dabei.“

540 Kilometer für ein Training

Natürlich darf auch das Training mit den anderen 27 Auserwählten nicht zu kurz kommen. Bereits viermal hat Paula Kurby mit dem Nationalkader trainiert, einige weitere Trainingseinheiten folgen noch. Um dabei zu sein, nehmen die Dorstenerin und ihre Mutter weite Wege in Kauf. In ganz Deutschland sind die Trainingsorte verteilt, 540 Kilometer ist die weiteste Reise, die die beiden nur für ein Training antreten. Auch Janine Nowak ist bei einigen Einheiten dabei: „Natürlich will ich Paula dabei so weit wie möglich unterstützen. Alles, was von der Strecke machbar ist, nehme ich mit.“

Mit den anderen Cheerleaderinnen aus dem Nationalkader versteht sie sich gut, berichtet die 16-Jährige: „Wir arbeiten ja alle auf ein Ziel hin. Deswegen passt das zwischen uns allen.“ Gemeinsam mit den anderen 27 Mädchen und einigen Betreuern hebt Paula Kurby am 17. April ab in Richtung Orlando.

Zwölf Tage lang ist die Dorstenerin in den USA. Antreten wird sie jedoch vorläufig an ein bis zwei Tagen erklärt die 16-Jährige: „Unsere Altersklasse tritt in der ersten Runde erst mal an ein bis zwei Tagen an. Wenn wir unter die Top 5 kommen, kommen noch mal ein bis zwei Tage dazu.“

Die Konkurrenz ist stark

Doch die Konkurrenz für dieses Ziel ist groß. Besonders in Kanada und den USA sind die Cheerleaderinnen auf einem besonders hohen Level, berichtet die 16-Jährige: „Bei denen ist Cheerleading ein Schulfach. Dementsprechend ist das viel mehr in den Alltag eingebunden als bei uns.“

Der Einzug in die Top 5 wäre für die 16-Jährige dennoch ein großes Highlight. Wenn es dazu nicht kommen sollte, ist sie aber trotzdem stolz, so die 16-Jährige: „Es ist schon ein Erfolg, überhaupt da tanzen zu dürfen.“

Auch auf die Zeit neben den Wettkämpfen freut sich die Dorstenerin. Besonders die Disney World, zu der die WM-Teilnehmerinnen freien Eintritt haben, weckt die Vorfreude.

Während die Familie von Paula Kurby ihr von Zuhause die Daumen drückt, sind auch zwei Trainerinnen dabei. Privat fliegen die beiden in die USA, um ihren Schützling vor Ort zu unterstützen. Die Kosten für die Reise müssen sowohl Paula als auch ihre Trainerinnen selbst tragen. Für ein einmaliges Erlebnis wie dieses wird sich das aber vermutlich lohnen.

Wer Paula Kurby unterstützen möchte, kann eine Zuwendung überweisen auf das Konto Gold Flames Cheerleader, Verwendungszweck: Paula Kurby, Postbank Dortmund, IBAN: DE44 4401 0046 0060 5344 61, BIC: PBNKDEFF. Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt, die Ausstellung einer Spendenquittung darum möglich. Fragen zu der Spendenaktion beantwortet der Verein per Mail an info@gold-flames.de oder auf der Homepage.
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