Kunstaktion

Pegelhäuschen an der Lippe kunstvoll in Szene gesetzt

Das Pegelhäuschen in Dorsten an der Lippe ist kaum noch wiederzuerkennen: Das Bauwerk wurde im Rahmen der Kooperation „Gemeinsam an der Lippe“ und „Wir machen Mitte“ aufgewertet.
Beteiligte schneiden ein grünes Band am Pegelhäuschen der Lippe durch.
Im Bild (v.l.): Bürgermeister Tobias Stockhoff, Merve Görken (Schülerin Gymnasium Petrinum Dorsten), Künstlerin Brigitte Stüwe, Christian Bockamp (Schüler Gymnasium Petrinum Dorsten), Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender des Lippeverbandes, im Hintergrund: Projektbeteiligte und Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums. © Rupert Oberhäuser/EGLV

Das Bauwerk, das bis vor Kurzem fast völlig hinter dem hochgewachsenen Efeu verborgen war, wurde mit einer Gestaltung durch die Künstlerin Brigitte Stüwe in Szene gesetzt.

Bei der Eröffnung waren Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender des Lippeverbandes, und Tobias Stockhoff, Bürgermeister der Stadt Dorsten.

„Dank der Förderung von Bund und Land konnten wir viele nachhaltige und kooperative Projekte umsetzen. Gemeinsam haben wir 2020 zum Beispiel die Lippe-Lese-Lounge verwirklicht und die Fassade des Pumpwerks Schölzbach neu gestaltet – solche Maßnahmen werten das Stadtbild auf und steigern die Aufenthaltsqualität“, so Tobias Stockhoff.

Das neue Lippe-Pegelhaus

An das einst fast zugewucherte kleine Bauwerk am Lippedeich erinnert heute nichts mehr: Zwei große LED-Displays auf dem Dach der Wassermessanlage und ein weiteres Display an der westlichen Seite des Gebäudes zeigen unter anderem Informationen zum Pegelstand und zur Luftfeuchte an.

Die neue künstlerische Fassade des Häuschens macht deutlich, dass das Gebäude zum Lippeverband gehört und eine technische Funktion beim Hochwasserschutz erfüllt. Dafür wurde das Pegelhaus allseitig mit einem Wassermotiv gestaltet. Mit Brigitte Stüwe konnte dafür eine Künstlerin an Bord geholt werden, die als Dorstenerin ihre Stadt kennt und bereits andere Projekte an der Lippe mitgestaltet hat.

Den Pegelstand direkt ablesen

„An der Lippe sind Städtebau und Wasserwirtschaft unmittelbar miteinander verbunden: Mit der Neugestaltung des Pegelhauses in Dorsten möchten wir die Menschen vor Ort für das Thema Hochwasserschutz sensibilisieren“, so Uli Paetzel. Dank der neuen Displays haben Besucherinnen und Besucher nun die Möglichkeit, den Pegelstand der Lippe direkt abzulesen. Obwohl das kubistische Bauwerk nur circa 2,5 Meter hoch ist – inklusive der Displays auf dem Dach misst es circa 3,5 Meter – hat es durch seine wichtige Funktion einen großen Stellenwert für den Hochwasserschutz. Seit 1951 wird hier bereits der Wasserstand gemessen. Die seit mehr als 70 Jahren bestehende Pegelanlage wurde zuletzt im Jahr 2006 durch eine zusätzliche Messeinrichtung erweitert.

Wasserstand und Fließgeschwindigkeit

Heute erfasst die Technik im Inneren des Pegelhauses den Wasserstand und die Fließgeschwindigkeit der Lippe. Aus diesen beiden Messwerten lassen sich wichtige Erkenntnisse für die Hochwasservorhersage gewinnen. Der durchschnittliche Wasserpegelstand an dem Pegelhäuschen beträgt 5,03 Meter. Dabei fließen im Durchschnitt 31 Kubikmeter Wasser pro Sekunde durch die Lippe. Insgesamt befinden sich sechs Pegelmessstellen in Dorsten, wobei sich fünf von ihnen an Nebengewässern der Lippe befinden. In die Aufwertung des neuen Pegelhäuschens in Dorsten wurden circa 50.000 Euro investiert.

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