Pfarrer Henryk Walczak verlässt Dorstener St. Josef-Gemeinde

Wechsel in die Schweiz

HERVEST Pfarrer Henryk Walczak verlässt die St. Josef-Gemeinde. Nach sieben Jahren in Hervest wartet auf den 54-Jährigen wieder eine neue Aufgabe. Der Pfarrer wechselt in die Schweiz und übernimmt dort eine Gemeinde im Bistum Basel.

von Von Michael Wallkötter

, 06.10.2009, 08:37 Uhr / Lesedauer: 2 min
Am 25. Oktober wird Henryk Walczak zum letzten Mal in St. Josef eine Messe lesen.

Am 25. Oktober wird Henryk Walczak zum letzten Mal in St. Josef eine Messe lesen.

Das Bistum Münster sei seine deutsche Heimat geworden, betont der polnische Seelsorger, der vor seiner Stelle in Dorsten bereits in Marl und Recklinghausen tätig war. Doch in Hervest hat er zum ersten Mal verantwortlich eine Gemeinde verwaltet und geleitet. „Das war eine wertvolle Erfahrung für mich, die mir auch in der Schweiz helfen wird.“ Henryk Walczak, der 2006 sein 25. Priesterjubiläum feierte, hat nach eigenen Worten viel Freude an seiner Arbeit in Hervest gehabt. Viele gute Mitarbeiter, haupt- und ehrenamtlich Tätige, hätten an seiner Seite gestanden. Er sei den Gläubigen dankbar für die Menschlichkeit und Offenheit, die ihm in der Gemeinde entgegengebracht worden seien. „Auch ich habe mich immer darum bemüht.“

Mit Sorge verfolgt der Seelsorger jedoch die Entwicklung in der katholischen Kirche. Die Gemeinden schrumpfen, die Zahl der Kirchenbesucher geht zurück. Auch bedürften die katholischen Verbände und Gruppen dringend einer Verjüngungskur. Diese Entwicklungen seien nicht nur für St. Josef, sondern für alle Gemeinden eine Herausforderung. In St. Josef (3200 Mitglieder) werden sich die Gläubigen in den nächsten Monaten erst einmal mit einer Vertretungslösung begnügen müssen. Die Bemühungen der Kirchengemeinde zielen darauf ab, einen neuen Pfarrer zugewiesen zu bekommen. Henryk Walczak wird sich am 25. Oktober (11 Uhr) mit einem Gottesdienst und einem anschließenden Empfang von St. Josef verabschieden. Alle Menschen, die sich ihm in der Gemeinde, aber auch darüber hinaus in Dorsten verbunden fühlen, lädt er dazu herzlich ein.

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