Gastronom Toni bietet in seiner Osteria seit Kurzem unterschiedliche Pinsa-Variationen an. © Michael Klein
Gastronomie

Pinsa statt Pizza: „Toni“ bietet in Dosten den neuen Food-Trend an

Auf den ersten Blick kann man kaum einen Unterschied zur Pizza erkennen - die Pinsa setzt auf „innere Werte“. Den neuesten Food-Trend gibt es nun erstmals auch in einem Dorstener Restaurant.

In Großstädten sind diese belegten Teigfladen in italienischem Lokalen derzeit der große Hype. In Dorsten ist Kuldeep Fatra, bei allen nur bekannt unter seinem Markennamen „Toni“, nun der erste Gastronom, der den Food-Trend anbietet: „Pinsa statt Pizza“ heißt seit Neuestem das Motto auf den beiden Plakaten an der Hauswand seiner „Osteria Pasta e Vino“ an der Borkener Straße gegenüber vom „Blauen See“.

Natürlich soll bei Toni die Pinsa nicht die Pizza ersetzen. Sie ist aber in den vergangenen Wochen zum Star auf der Speisekarte geworden. „100 bis 150 serviere ich pro Woche, insgesamt haben meine Gäste insgesamt schon 700 bestellt“, sagt er stolz. Fast nur durch Mundpropaganda: „Es hat sich herumgesprochen, dass die Pinsa viel bekömmlicher als eine Pizza ist.“

Doch was ist eine Pinsa eigentlich? Der viereckige Fladen sieht aus wie eine Mischung aus großer Foccacia und Pizza. im Gegensatz zur Pizza wird der Pinsa-Teig von beiden Seiten gebacken. „Er bleibt also knusprig und wird in der Mitte nicht matschig“, sagt Toni.

Vor allem sei sie viel verträglicher. Da der Teig länger geht, müsse sich der Magen nicht so lange mit Gärungsprozessen abmühen. Der Teig besteht aus Weizenmehl, Sojamehl, Reismehl und Sauerteig, sei dadurch gleichzeitig fest im Biss und dennoch von lockerer Struktur – und habe 75 Prozent weniger Kalorien. „Ich biete auch eine glutenfreie Pinsa an“, sagt Toni.

Die vegetarische Pinsa
Die vegetarische Pinsa „Calabrese Pesto“. © Michael Klein © Michael Klein

Kreative Pizzabäcker aus Rom hätten vor rund 20 Jahren die Pinsa erfunden, sagt Toni. Er selbst sei vor ein paar Monaten von einem Geschäftsmann und Gast im „Hotel Albert“ darauf aufmerksam gemacht worden. Inzwischen hat er in seiner Osteria eine eigene Pinsa-Kreidetafel mit sieben festen Variationen: vegetarisch, aber auch mit Fisch, Fleisch und Meeresfrüchten, mit Mozzarella-, Buffalo- oder Burrata-Käse. „Meine Gäste können sich aber auch ihren eigenen Belag auswählen, ganz wie sie wollen“, betont er.

Nach den ersten erfolgreichen Probewochen will Toni nun verstärkt seine Pinsa-Kreationen vermarkten. „Man kann sie auch auf meiner Homepage bestellen und nach Hause liefern lassen“, sagt er. Für ihn ist die Entdeckung auch ein probates Mittel, nach der so langen Corona-Zeit weitere „Feinschmecker“ als Stammpublikum zu gewinnen.

Beheizte Außenterrasse

Seit vergangenem Sommer hat der Gastronom übrigens neben dem Haupteingang der „Osteria Pasta e Vino“ eine Außenterrasse mit zehn Tischen, an denen er auch draußen Gäste bewirten kann. Die nächste Anschaffungen sind eine Markise und Heizstrahler, damit die Gäste auch bei kühlen Temperaturen dort wie in einem warmen Wintergarten sitzen können.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
Zur Autorenseite
Michael Klein

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.