So einige Open-Air-Kulturveranstaltungen im Amphitheater des Bürgerparks Dorsten mussten wegen schlechten Wetters ausfallen. Eine Überdachung könnte Abhilfe abschaffen. © Privat
Bürgerpark Dorsten

Pläne für großes Open-Air-Dach über dem Amphitheater werden konkret

Die „Ulrike und Hubert Tempelmann Stiftung“ will gemeinsam mit dem Altstadtfonds dafür sorgen, dass die Open-Air-Kulturbühne im Bürgerpark Dorsten eine wetterfeste Überdachung erhält.

Eine Zeitlang sah es so aus, als würden rund 100.000 Euro verfallen, die für das Jahr 2020 noch im Altstadtfonds für Innenstadt-Projekte in Dorsten zur Verfügung stehen. Doch jetzt hat sich mit der gemeinnützigen „Ulrike und Hubert Tempelmann Stiftung“ ein potenzieller Sponsor aus Dorsten gefunden, der die nötigen Eigenanteile für eine im wahrsten Sinne des Wortes umspannende Groß-Konstruktion aufbringen möchte.

Und das wird insbesondere die Kulturfreunde freuen, die regelmäßig die von der Agentur Schaukelbaum im Auftrag des Bürgerpark-Vereins organisierten kostenlosen Open-Air-Veranstaltungen im Bürgerpark Maria Lindenhof besuchen.

Zunächst Machbarkeitsstudie

Denn mit ihrem Zuschuss im sechsstelligen Euro-Bereich will die Stiftung, deren Geschäftsführer Sascha Bandura ist, die Anschaffung einer ständigen Überdachung für das Amphitheater finanziell fördern. Ein erster Schritt dafür ist inzwischen getan. Wie City-Manager Christoph Krafczyk (Stadtteilbüro „Wir machen Mitte“) auf Anfrage unserer Redaktion erklärte, hat der Beirat für den Altstadtfonds in seiner jüngsten Sitzung nicht nur die Pläne begrüßt, sondern auch beschlossen, eine Machbarkeitsstudie dafür in Auftrag zu geben.

Mit dem Gutachten soll vor Ort ermittelt werden, welche technischen und statischen Anforderungen das Dach-Konstrukt erfüllen muss. Sollten die nötigen Voraussetzungen geklärt sein, könne der eigentliche Antrag gestellt werden. „Die Förderrichtlinien erlauben es, dass nun die Anschaffung auch im nächsten Jahr getätigt werden kann“, so der City-Manager.

Mit Membran-Haut

Christoph Krafczyk und Schaukelbaum-Mit-Geschäftsführer Birger Schwalvenberg erklären übereinstimmend, dass eine bestimmte Dach-Lösung favorisiert werde: Mit einer Membran-Haut, die je nach Wetterlage sogar auch mal schnell ab- und wieder aufgebaut werden könne und theoretisch sogar erweiterbar sei.

„Deutlich mehr als 200.000 Euro an Investitionskosten“, so Krafczyk. Heißt: Neben den 100.000 Euro aus dem Altstadtfonds müsse der Antragsteller mehr als die sonst üblichen 50 Prozent Eigenanteil selbst tragen.

Das Dach soll die Zuschauerränge des Amphitheaters überspannen. „Für den eigentlichen Bühnenbereich wollen Schaukelbaum und Bürgerparkverein eine separate mobile Dach-Lösung anschaffen, die sich optisch an die Bauform angleicht“, so Schwalvenberg.

Vor Wind und Wetter geschützt

Das bisherige Sommerkultur-Programm im Amphitheater Maria Lindenhof war immer quantitativ und qualitativ üppig bestückt. Es wären aber sicher noch viele tausend Besucher mehr gekommen, wenn nicht der Regen immer wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. Viele Besucher hatten deswegen eine Überdachung der Freiluftbühne gewünscht.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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