Pink-Floyd-Coverband ärgert sich über die dreiste Plakatwerbung der Show-Konkurrenz

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Die Band Floydbox tritt mit ihrer Pink-Floyd-Show in Dorsten auf. Jetzt hat eine Konkurrenz-Coverband in der Stadt dreist Plakate für ihr Konzert in Haltern aufgehängt - ohne Genehmigung.

Dorsten

, 04.02.2020, 04:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit ein paar Tagen weisen großformatige Plakate an Dorstener Straßen auf ein Konzert der Pink-Floyd-Coverband „Kings of Floyd“ in Haltern hin. Und das ist ziemlich unkollegial, wenn nicht sogar dreist: Denn viele der Papptafeln sind direkt neben die Veranstaltungsplakate gehängt worden, die Werbung für die „The German Pink Floyd Live-Tribute-Show“ der Band „Floydbox“ in der Dorstener St. Ursula-Realschule am Nonnenkamp machen.

Das Dorstener Konzert von „Floydbox“ steigt am Samstag (8. Februar) - und damit nur einen Tag nach der international besetzten und ungleich bekannteren „Kings of Floyd“-Show in der Aula des Joseph-König-Gymnasiums in der Dorstener Nachbarstadt.

„Sehr ärgerlich“

Dass die Plakatwerber der „Kings of Floyd“-Veranstaltungsagentur mit ihren Plakaten ihnen derart „Konkurrenz“ machen, stößt den Floydbox-Musikern aus dem Ruhrgebiet etwas bitter auf: „Das ist sehr ärgerlich“, sagt Oliver Prochnau, der PR-Mann der Band, auf unsere Anfrage: „Aber man kann das ja nicht verbieten.“

Pink-Floyd-Coverband ärgert sich über die dreiste Plakatwerbung der Show-Konkurrenz

Die Band "Floydbox" tritt erneut in der St. Ursula-Realschule auf. © Privat

Letzteres stimmt nicht so ganz. Denn einige der „Kings of Floyd“-Plakate hängen an Lampenmasten im öffentlichen Raum - und sind laut Stadt ohne Genehmigung und damit womöglich widerrechtlich angebracht worden. Da Werbeplakate eine „Sondernutzung“ darstellen, muss derjenige, der sie innerhalb geschlossener Ortschaft entlang von Straßen an Ampeln, Laternen oder Bäumen im öffentlichen Raum aufhängen will, sich die Erlaubnis dafür bei der Stadt einholen.

Die prüft auch, ob wirklich nur kulturelle, sportliche, soziale Veranstaltungen oder offizielle Stadt(teil)-Feste und dergleichen in Dorsten beworben werden. Veranstalter von außerhalb bekommen nämlich nur dann eine Genehmigung, wenn sie damit Dorstener Events nicht in die Quere kommen. Im Falle der Halterner Pink-Floyd-Konzertplakate wäre es der Fall, dass eine Dorstener Veranstaltung beeinträchtigt wird.

Womöglich Bußgeld fällig

„Wir haben dem Plakatier-Unternehmen mitgeteilt, dass es uns die Standorte aller Plakate schickt“, so Stadtpressesprecher Ludger Böhne auf unsere Anfrage. Sollten diese Anhörung ergeben, dass die „Kings of Floyd“-Plakate „nicht nur an privaten Flächen angebracht sind, ist womöglich sogar ein Bußgeld fällig“, so Böhne.

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