Open-Grid-Ferngasleitung: Alternative Trassenführung wäre ein Traum

mlzPlanfeststellungsverfahren

Die Open-Grid-Ferngasleitung zwischen Heiden und Dorsten erhitzt die Gemüter einiger Bürger. Sie haben Bedenken. Auch die Stadtverwaltung hat sich jetzt dazu geäußert.

Dorsten

, 10.05.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenig begeistert sind einige Rhader Bürger darüber, dass die neue Open-Grid-Ferngasleitung in der Nähe ihrer Häuser am Kalten Bach verlegt werden soll. Sie befürchten, dass Gefahr von der nur einen Meter unter der Erdoberfläche liegenden Leitung ausgehen könnte. Die Ferngasleitung soll H-Gas von Heiden nach Dorsten transportieren und verläuft quer durch Dorsten.

Landwirte und Grundstückseigentümer sowie Waldbesitzer sehen die Erdgasleitung kritisch. Alle Bedenkenträger und Kritiker, aber auch die Befürworter können im laufenden Planfestellungsverfahren ihre Meinung vortragen. Das will nun auch die Stadtverwaltung als Trägerin öffentlicher Belange tun. Die Bezirksregierung Münster sichtet die Stellungnahmen und konfrontiert Open Grid Europe damit. Letztlich entscheidet die Münsteraner Behörde, ob das Vorhaben zulässig ist.

Umwelt- und Planungsausschuss stimmt ab

Im Umwelt- und Planungsausschuss wird die Stellungnahme der Stadt am Dienstag (12.5., 17 Uhr, Mehrzweckhalle Altendorf-Ulfkotte, Im Päsken) ein Thema sein.

Die Verwaltung hat mehrere Fachämter mit der Prüfung des Vorhabens beauftragt. Das Umweltamt trägt vor, dass die geplante Leitungstrasse überwiegend durch Flächen führt, die im Flächennutzungsplan als Flächen für die Landwirtschaft sowie Landschaftsschutzgebiet dargestellt werden.

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Alternativen erscheinen attraktiver. So meint das Umweltamt, dass eine andere Wahl getroffen werden könnte. Eine Trasse, die entlang von bereits vorhandenen Trassen wie Bahnanlagen und Bundesautobahn geführt wird. „Dabei würde sich die Strecke entsprechend verkürzen und durch ein schon durch Immissionsbelastung geschädigtes Gebiet führen“, sagt das Umweltamt.

Ausreichend Abstand zur Wohnbebauung

Im Hinblick auf die Bewohner des Siedlungsgebietes Rhade-Stuvenberg regt die Stadtverwaltung an zu prüfen, „ob die östlich verlaufende Trasse in den Ackerschlägen so zu platzieren ist, dass einerseits ein ausreichender Abstand

von der Wohnbebauung und andererseits vom Waldrand gewährleistet werden kann“.

Dies dürfte im Sinne der Bürger sein, denn sie sorgen sich um ihre Sicherheit. Wilfried Meyer, Sprecher einer Rhader Bürgergruppe, sagte auf unsere Anfrage: „Wir haben zwar nicht verhindern können dass die Leitung verlegt wird. Aber zumindest haben wir erreicht, das die Leitung nicht direkt an den Gärten der Häuser der Straße „Am Hünengrab“ verlegt wird.“

Helmut Rohloff, Sprecher des Unternehmens, sagt zum weiteren Verfahren: „Wir erhalten jetzt die Stellungnahmen zur Kommentierung und anschließend erfolgt der Erörterungstermin im Sommer.“ Der Termin sei aber noch nicht bekannt.

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