Polizei sicherte Schulstart aus Sorge vor „Querdenkern“

Coronavirus

Einsatzkräfte der Polizei haben am Montagmorgen vor Schulen in Dorsten Präsenz gezeigt. Die Aktion stand im Zusammenhang mit geplanten „Querdenker“-Demonstrationen.

Dorsten

, 09.11.2020, 09:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Streifenwagen der Polizei steht zu Schulbeginn vor der Wulfener Gesamtschule.

Ein Streifenwagen der Polizei steht zu Schulbeginn vor der Wulfener Gesamtschule. © Guido Bludau

Ein Mannschaftswagen der Polizei stand am Montagmorgen gut sichtbar vor der Gesamtschule Wulfen. Auch an der Montessorischule waren Beamte vor Unterrichtsbeginn zu sehen. Das nordrhein-westfälische Bildungsministerium hatte die Schulen am Wochenende vor Aktionen von Maskengegnern gewarnt. Dahinter soll die Initiative „Querdenken“ stecken.

Wie Polizeisprecherin Ramona Hörst am Montagmorgen auf Anfrage bestätigte, sollten Polizeibeamte am Montagvormittag vor sämtlichen Schulen in Dorsten mögliche Zwischenfälle verhindern. Da aus Sicht des Ministeriums „damit zu rechnen ist, dass Schülerinnen und Schüler und deren Eltern möglicherweise zu Verstößen gegen geltende Rechtsnormen (...) aufgerufen werden sollen, mit denen sie ihre Gesundheit oder die Gesundheit anderer (auch in der Schule) gefährden können“, sollten die Schüler im Vorfeld gewarnt und aufgeklärt werden.

Politische Infostände vor Schulen verboten

Die Mitglieder von „Querdenken 711“ haben zwar bestritten, dass es offizielle Aktionen von Unterstützern geben wird, allerdings muss sie das auch, weil Infostände mit politischem Hintergrund vor Schulen verboten sind. Anscheinend nahm die Polizei aber an, dass Eltern von Schülern, die selber der Organisation nahestehen, Gespräche suchen könnten.

Bis zum Schulstart um 8 Uhr blieb es vor der Gesamtschule Wulfen aber ruhig. Auch an anderen Schulen soll es nach jetzigem Stand keine Demonstrations- oder „Aufklärungsversuche“ gegeben haben.

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