Präsenzgottesdienste in St. Matthäus finden unter Auflagen statt

Coronavirus

Die Präsenzgottesdienste in der Pfarrei St. Matthäus werden - im Gegensatz zu fast allen anderen Gottesdiensten in Dorsten - nicht abgesagt. Jeder Gläubige solle für sich selbst entscheiden.

Wulfen

von Dorstener Zeitung

, 20.12.2020, 11:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Pfarrer Martin Peters, hier ein Archivfoto, teilte mit, dass in der Pfarrei St. Matthäus Gottesdienste an Weihnachten unter Auflagen stattfinden.

Pfarrer Martin Peters, hier ein Archivfoto, teilte mit, dass in der Pfarrei St. Matthäus Gottesdienste an Weihnachten unter Auflagen stattfinden. © Guido Bludau (A)

Pfarrer Martin Peters teilte schriftlich mit: „Am Freitagabend haben die von Kirchenvorstand und Pfarreirat bestimmten Mitglieder der Arbeitsgruppe Corona in einem Videogespräch kontrovers über die Entscheidungen vieler evangelischer und katholischer Gemeinden in Dorsten diskutiert, bis zum 10. Januar auf Präsenzgottesdienste zu verzichten.

Nicht einstimmig, aber mehrheitlich

Nicht einstimmig, aber mehrheitlich vertreten sie die Auffassung, diese Entscheidung für die Gemeinden nicht treffen zu sollen und zu dürfen. Erst in diesen Tagen haben die Landesregierung und die Bistümer in NRW im Wissen um die aktuelle Situation der Corona-Pandemie Präsenzgottesdienste unter strengen Auflagen für möglich und verantwortbar erklärt. Der Kreis Recklinghausen hat trotz steigender Inzidenzzahlen auf die Veröffentlichung einer erweiterten Allgemeinverfügung verzichtet.

Die Arbeitsgruppe glaubt nicht, es besser zu wissen als die Verantwortlichen von Kirche und Politik im Nahbereich. Auch deshalb dürfen und wollen sie nicht für die Gemeinden entscheiden. Sie trauen den Mitgliedern der Gemeinden eine verantwortete mündige Entscheidung und eine Rücksichtnahme aufeinander aus Nächstenliebe zu.“

Verständnis für die Einschränkungen

Und weiter schreibt Pfarrer Martin Peters: „Diese Entscheidung sollte in aller Freiheit getroffen werden. Es kann gute Gründe geben, an Weihnachten den Gottesdienst nicht zu besuchen. Wer kommen möchten, muss Verständnis für die Einschränkungen haben, die vorgesehen sind: Maskenpflicht, Abstand halten in der Kirche und vor der Kirche, auch beim Kommuniongang, Verzicht auf den Gesang, Zutritt nur mit Eintrittskarte. Die Kirche muss nach dem Gottesdienst mit Abstand, aber zügig verlassen werden und dieser liebevolle Abstand auch sollte auch bei den Weihnachtsgrüßen draußen vor den Türen gewahrt werden.“

Für die Gottesdienste musste man sich im Vorfeld anmelden.

Gerne laden die Gemeinden ein, online an den Weihnachtsgottesdiensten teilzunehmen:

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