Monika Waterkamp (links) organisierte die Hilfsaktion für das Eifeldörfchen Kall. © Guido Bludau
Hilfsaktion

Privater Spendenaufruf: Zehn Hilfsfahrzeuge unterwegs in die Eifel

Ein Hilfe-Aufruf aus dem Eifelstädtchen Kall bewegte Monika Waterkamp aus Dorsten so sehr, dass sie eine private Spendenaktion startete. Mit zehn Fahrzeugen und Polizei-Eskorte ging es los.

Als die Dorstenerin Monika Waterkamp vor ein paar Tagen in sozialen Medien einen Hilferuf von Bürgern aus dem von der Hochwasserkatastrophe schwer gebeutelten Eifelstädtchen Kall las, stand für sie fest: „Da muss ich auch was tun.“ In einer Privat-Initiative aktivierte sie Ende der vergangenen Woche über Facebook und Co. so viele Spender, dass sie sich am Sonntag am Rathaus-Parkplatz an der Halterner Straße mit weiteren Mitstreitern in zehn Fahrzeugen auf den Weg in die Krisenregion machen konnte – eskortiert von der Polizei, die mit zwei Streifenwagen die behördlich erforderliche „Sonderrechts-Begleitung“ übernahm.

Lebensmittel, Getränke, Spielsachen, Anziehsachen, Kosmetika – all das hatte Monika Waterkamp zunächst bei sich zu Hause entgegen genommen und wird es nun mit ihrem Hilfstrupp in Kall verteilen. „Ich möchte mich bei allen Spenden bedanken“, sagt sie. „Und auch bei der Polizei, den Bezirksregierungen Münster und der Katastrophenstelle NRW für die reibungslose Unterstützung des Transports.“

Unter Polizeibegleitung ging es für die Kolonne am Rathaus los.
Unter Polizeibegleitung ging es für die Kolonne am Rathaus los. © Guido Bludau © Guido Bludau

24 Stunden will das Dorstener „Hilfskommando“ vor Ort bleiben, „den Menschen auch beim Aufräumen helfen“, so die Holsterhausenerin. Im August plant sie einen weiteren Transport, diesmal mit Möbeln.

In Facebook-Gruppen war ihr im Vorfeld der Aktion einiges an Gegenwind entgegenschlagen, „gefährlicher Katastrophen-Hilfe-Tourismus“, nannte es jemand. „Ich habe aber bei der Gemeinde Kall angerufen, die haben sich dort sehr über die bevorstehende Lieferung gefreut“, so Monika Waterkamp.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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