Projekt "Soziale Stadt" steht auf der Kippe

DORSTEN Staatssekretär Karl Peter Brendel hat jetzt im Namen des NRW-Innenministeriums die scharfe Kritik zurückgewiesen, die Bürgermeister Lambert Lütkenhorst gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus dem Kreis Recklinghausen am jüngsten Kredit-Leitfaden aus Düsseldorf geübt hatte. Für Dorsten könnte das Papier dennoch Folgen haben.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 31.03.2009, 08:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
Projekt "Soziale Stadt" steht auf der Kippe

Der Brunnenplatz in Hervest.

Dorstens Kämmerer Wolfgang Quallo hält jedoch weiter am Kern der Kritik fest. „Dass die Umstellung auf die neue Haushalts-Buchführung Folgen haben würde, war uns klar. Aber sowas muss man ankündigen und dieser Erlass kam aus heiterem Himmel.“ Die neuen Regelungen seien ohne vorbereitende Gespräche einfach per Email übermittelt worden - und das mit sofortiger Wirkung! „Für uns bedeutet das, dass durch die strikte Begrenzung der Kreditaufnahme 2,5 Millionen Euro weniger für dringend notwendige Zwecke zur Verfügung stehen“, verweist Quallo auf die dramatischen Auswirkungen für Dorsten. Nun stehe das gesamte Konzept Soziale Stadt Hervest auf der Kippe. Und auch der Kauf der Eon-Flächen, auf denen die Stadt weitere Gewerbebetriebe ansiedeln wollte, sei in Frage gestellt.

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