Projekte im Zeichen der Nachhaltigkeit

20.09.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dorsten Auf der zweiten Dorstener Kulturkonferenz am Mittwoch stellten weitere Akteure ihre Projektideen vor. Um den Leitgedanken der Nachhaltigkeit zu berücksichtigen, haben viele Träger ihren Zeitrahmen groß abgesteckt.

Die Tisa von der Schulenburg Stiftung plant eine Ausweitung des Tisa-Preises, der im Kulturhauptstadtjahr 2010 erneut und dann früher ausgeschrieben werden soll. Workshops, offene Ateliers und Ausstellungen sollen auch die Dorstener Schulen einbeziehen.

Der Verband der evangelischen Kirchengemeinden Dorsten plant in den Jahren 2008 bis 2010 im wechselseitigen Austausch drei Projekte mit Sechstklässlern aus Dorsten und der Partnerstadt Hainichen. Ziel der Projekte ist die Stärkung der interkulturellen Kommunikation. Das erste Projekt, SOS - Streiten Ohne Schlagen, trainiert Deeskalationsstrategien. Unter dem Motto Fair Play berücksichtigt eine Jugendband Migrantenkulturen und -künstler. Alle Bands treten dann 2010 gemeinsam auf. Drittens erlernen die Jugendlichen die Technik des Filmemachens und dokumentieren die beiden anderen Projekte.

Der Dorstener Kunstverein plant ebenfalls eine Fortführung seiner bisherigen Jugendarbeit. Vorbild hierfür könnte das bereits angelaufene Projekt an der Wulfener Gesamtschule sein. Schulen anderer Städte im Umkreis sollen sich ebenfalls lokale Persönlichkeiten als Vorbild für die künstlerische Förderung der Schüler nehmen und eine gemeinsame Wanderausstellung konzipieren.

Das Gymnasium Petrinum denkt an eine Reihe kleinerer Aktionen. Im Hinblick auf Dorstener Städtepartnerschaften soll es einen künstlerischen Austausch und einen sportlichen Wettkampf zwischen den Schülern der Partnerstädte geben. Für die bereits existierenden Dorstener Geschichtsstationen sollen Schüler geführte Radtouren anbieten. Und auf der Hürfeld-Halde ist in Kooperation mit dem Dorstener Lions Club ein Besinnungsweg nach Vorbild des Franziskuswegs geplant.

Der Trägerverein "Altes Rathaus" plant eine Ausstellung zum Thema "Dorsten Gemeinde-Dreiecke". Die Künstler Wolfgang Schmitz und Graziella Drössler wollen Arbeiten über neue Blickrichtungen schaffen, die das andere Dreieck zwischen Recklinghäuser-, Essener- und Lippetor eröffnet.

Unter dem Motto "Europareise" will der Brahms-Chor die Vielfältigkeit der europäischen Musik erkunden. Der Chor confido vocale & camerata plant mehrere Gemeinschaftsprojekte mit Chören aus Istanbul und Pecs. Hier soll 2010 ein gemeinsames Abschlusskonzert im Ruhrgebiet gegeben werden.

Der Freundeskreis Rybnik möchte eine opulente Sonderausgabe der Rybniktage initiieren. Die Integrationsleistung des Ruhrgebiets soll hierbei besonders hervorgehoben werden. EK

Lesen Sie jetzt