Seitdem die Schranke installiert worden ist, haben sich die Prostituierten mit ihren Wohnwagen vom Pendlerparkplatz an der A 52 zurückgezogen. © Michael Klein
Autobahn

Prostituierte vertrieben: Pendler erobern sich ihren Parkplatz zurück

Kaum ein Autofahrer traute sich noch, auf dem von Prostituierten genutzten Pendler-Parkplatz an der Autobahn-Auffahrt Dorsten/Marl seinen Wagen abzustellen. Wie sieht es dort jetzt aus?

Bis vor ein paar Monaten traute sich kaum ein Autofahrer, auf dem Parkplatz an der A 52-Anschlusstelle Dorsten/Marl-Frentrop seinen Wagen abzustellen. Doch nachdem die Straßenbaubehörde „Straßen.NRW“ im Sommer mit einer Schranke die Zufahrt für die Wohnwagen der dort ihrem Gewerbe nachgehenden Prostituierten verwehrt hat, haben sich die Pendler aus Dorsten und Marl ihren Parkplatz an der Bundesstraße 225 zurückerobert.

Bis zu 20 und mehr Fahrzeuge werden dort wieder regelmäßig abgestellt, viele von Berufstätigen, die von hier aus gemeinsam zum Chemiepark nach Marl oder zur Arbeit Richtung Ruhrgebiet fahren.

Mehrere Wohnwagen standen früher auf dem Pendler-Parkplatz. Die meisten Fahrzeuge waren ohne Nummernschild und hatten verbretterte Fenster und Türen. In diesen arbeiteten Prostituierte aus Ost-Europa unter schlechten hygienischen Zuständen. Es gab zudem Fälle von Brandstiftung.

Kein Kundenfang mehr an B 225

Nicht nur ihre Wohnwagen, sondern auch die Prostituierten selbst, die im Grenzgebiet Dorsten/Marl entlang der Marler Straße (B225) nach Kundschaft Ausschau hielten, sind seitdem nicht mehr zu sehen. Nur einige wenige standen dem Vernehmen nach zwischenzeitlich am Poco-Parkplatz in Dorsten.

Übrigens: Inzwischen wurde auch am Dorstener A 31-Pendler-Parkplatz an der Königsberger Allee eine solche Schranke installiert.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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