Psychisch kranke Angeklagte kaufte ohne Ende

"Ein Messi"

In großen Mengen eingekauft hat eine 46-jährige Dorstenerin über das Internet. Bezahlt hat sie davon nichts. Verurteilt wurde sie aber trotzdem nicht.

DORSTEN

von Von Stephen Kraut

, 17.10.2011, 16:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

Büroartikel, Medikamente, LCD-Fernseher und Computer - die Angeklagte, die sich vor dem Dorstener Schöffengericht verantworten musste, befriedigte ihre Kaufsucht über das Internet - ohne die Artikel jedoch bezahlen zu können. Waren im Wert von über 1500 Euro kamen so zusammen. Und viele Produkte wurden von den Warenhäusern schon nicht mehr verschickt.Im Namen einer Tierschutzorganisation

Die Methode der Frau war stets die gleiche: Im Namen einer Tierschutzorganisation bestellte sie auf ihre Adresse. Der Grund für diese Käufe lagen in der Psyche. "Sie ist ein Messi und hat eine Persönlichkeitsstörung", erklärte ihre Betreuerin. Auch die Angeklagte bestätigte: "Ich war wie ferngesteuert."

Da die Dorstenerin Hartz IV-Empfängerin ist, die Produkte zurückgegeben werden konnten und die Ursache psychische seien, stellte Richterin Regine Heinz das Verfahren ein, gab der Angeklagten aber einen Rat mit auf den Weg: "Lassen Sie sich behandeln! Auch gegen diesen Druck gibt es Therapiemöglichkeiten. 

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