Dorstens Grundschulen sind mit den Kindern nicht mitgewachsen - das soll sich ändern

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Mehr schlecht als recht erfüllen Dorstener Grundschulen pädagogische und räumliche Anforderungen. Eine Arbeitsgruppe hat zusammengefasst, was Dorstens Grundschulen künftig brauchen.

Dorsten

, 07.03.2020, 06:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Herbert Rentmeister, Leiter der Agathaschule, ist ein begeisterter Fremdenführer geworden, seitdem die Grundschule vom Altbau am Vosskamp in den frisch sanierten und an Grundschulbedürfnisse angepassten Gebäudebestand der ehemaligen Geschwister-Scholl-Schule am Nonnenkamp umgezogen ist.

Arbeitsgruppe Raumkonzept Grundschulen

Präsentierten das Raumkonzept für städtische Grundschulen (v.l.): Sabine Podlaha, Susanne Diericks, Lisa Föcker, Nina Laubenthal, Jens Ritter, Melanie Frinken und Tobias Stockhoff. © Claudia Engel

So eine Grundschule hätten andere Stadtteile in Dorsten wohl auch gerne: Großzügige Klassenräume von bis zu 100 Quadratmetern, dazu Differenzierungsräume, Fachräume und ein moderner OGS-Bereich sowie ein abenteuerlicher Schulhof. Die Gestaltung des „Dschungels“ wird gerade in Angriff genommen.

Während Agathaschule, Grüne Schule und Urbanusschule gerade nach zeitgemäßen Standards saniert werden, müssen sich andere Dorstener Grundschulen noch gedulden. Auf Basis des neuen Raumkonzeptes für Grundschulen könnten ihre Raumangebote in den nächsten Jahren aber deutlich verbessert werden.

Arbeitsgruppe hat Konzept entworfen

Der Leitfaden, entworfen von einer Arbeitsgruppe, in der Vertreter der Grundschulen, der Verwaltung und der OGS mitgewirkt haben, soll dem Schulausschuss in seiner nächsten Sitzung Mitte März (17. März, 17 Uhr, Agathaschule am Nonnenkamp) als Grundlage für künftige Planungen und Überlegungen dienen und für eine Gleichbehandlung der Schulen sorgen.

„Wir wollen Rahmenbedingungen schaffen und Diskussionsgrundlagen für die Prioritätensetzung liefern“, sagte Bürgermeister Tobias Stockhoff bei der Vorstellung des neuen Raumkonzeptes. Überfällig sei das Konzept allemal gewesen: „Ein landeseinheitlicher Standard für Grundschulen wurde 1995 zuletzt verabschiedet und hatte bis 2011 Gültigkeit.“

Eigene Ideen einfließen lassen

Danach gab es zunächst erst mal nichts mehr, bis vom Deutschen Städtetag aktuell eine „Handreichung für den Schulbau“ vorgelegt wurde. Das war für die Dorstener Arbeitsgruppe die Grundlage, loszulegen und eigene Maßstäbe zu setzen.

Das Raumkonzept enthält Soll-Werte hinsichtlich der Raumanzahl und Raumgrößen sowie eine Auflistung des Ist-Bestandes, „damit Defizite und Handlungsbedarfe ersichtlich werden“, ergänzte Susanne Diericks, Chefin der Schulverwaltung.

An diesem Konzept können sich die Politiker nun in den kommenden Jahren orientieren, vorausgesetzt, sie freunden sich damit an. Allerdings sind „zwei- vielleicht sogar dreistellige Millionenbeträge notwendig, um alle Schulen zu modernisieren“, so der Bürgermeister. Dafür müssten die Gelder dann über Landes- und Bundesprogramme, so wie jetzt über „Gute Schule 2020“ oder das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz, weiter fließen.

Das ist die Arbeitsgruppe

Die Vorlage für das Raumkonzept an den Dorstener Grundschulen hat eine Arbeitsgruppe entwickelt, in der Vertreter der Verwaltung, der Grundschulen und der OGS mitgewirkt haben. Zur Kerngruppe gehörten Bürgermeister Tobias Stockhoff, Erste Beigeordnete Nina Laubenthal, Technischer Beigeordneter Holger Lohse, Jens Ritter, Leiter des Zentralen Gebäudemanagements, Susanne Diericks, Leiterin der Schulverwaltung, sowie Melanie Frinken und Ulrike Goliath für die Vertreter der Grundschulen in der Arbeitsgruppe.
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