Auch am Samstag liefen noch die Reparaturarbeiten. © Guido Bludau
Wasserrohrbruch

Reparaturarbeiten laufen noch mehrere Tage – Anwohner erleichtert

Weite Teile Dorstens und Nachbarstädte waren am Freitag von dem Wasserrohrbruch in der Nähe des Wasserwerks in Holsterhausen betroffen. Am Samstagmorgen liefen noch die Reparaturarbeiten.

Bis 23 Uhr wurde gearbeitet und ab 6.30 Uhr hörte man schon wieder die Presslufthammer“, erzählt am Tag danach Anwohner Ulrich Werdin, der mit seiner Familie am Schulten Kamp wohnt.

Der Holsterhausener kam am Freitag aus Niedersachsen aus dem Urlaub zurück und stellte zunächst fest, dass bereits die Zufahrt zu seinem Haus gesperrt war. Eine Eiche lag dort quer. Werdin musste außen herum fahren, um zu seinem Haus zu gelangen. Dort sah er, dass eine Eiche in den Garten seiner Nachbarn gefallen war. „Wir waren zum Glück nicht betroffen“, ist der Holsterhausener erleichtert.

Bei seinen Nachbarn sieht das indes ganz anders aus. Das Grundstück von Familie Liersch grenzt direkt an die Stelle, wo das Wasserrohr in der Straße Am Kreskenhof gebrochen ist.

Eiche war mit der Krone in den Garten gestürzt

Die massive Eiche war wegen der Gewalt des austretenden Wassers mit der Krone in den Garten gestützt – zum Glück wurde nur der Gartenzaun zerstört. Weitere Schäden hat die Familie nicht zu verzeichnen. Das hätte aber auch ganz anders ausgehen können. Lena Liersch, die Tochter der Familie, war nämlich zum Zeitpunkt des Wasserrohrbruchs zu Hause.

Sie erzählt: „Die Nachbarin klingelte an und erzählte mir, dass es vor der Tür plätschert. Also sind wir mal gucken gegangen. Und tatsächlich war die Straße aufgebrochen. Das Wasser kam quasi aus der Straße herausgelaufen. Es ist aber zum Glück alles in den Wald geflossen. Da dachten wir zunächst an einen normalen Rohrbruch.“ In dem Wäldchen bildete sich ein kleiner See.

Kurz später wurde es bedrohlicher

Doch nur kurze Zeit später sah die Situation dann doch bedrohlicher aus.

„Etwa eine halbe Stunde später, die RWW-Mitarbeiter waren schon da, ist so viel Wasser ausgetreten, dass die Bäume total instabil wurden. Wir standen zu diesem Zeitpunkt im ersten Stock am Fenster und sahen, dass uns plötzlich der erste Baum entgegenkam und in den Garten gefallen ist. Ein zweiter Baum neigte sich auch schon. Dann kamen zum Glück die Feuerwehr und Polizei und sperrten die Straße. Schließlich wurde noch ein Baum durch die Feuerwehr abgesägt, sodass die Gefahr gebannt war“, ist Lena Liersch erleichtert, dass nicht mehr passiert ist.

Arbeiten werden noch länger andauern

Bis 23 Uhr am Freitagabend liefen zunächst die Reparaturarbeiten. Ab 6.30 Uhr am Samstagmorgen ging es dann weiter. Die Arbeiten werden sich wohl noch einige Tage hinziehen. Von dem massiven Wasserrohrbruch waren auch Nachbarstädte und -gemeinden betroffen. Ulrich Werdin: „Die Wasserleitung versorgt insbesondere auch Bottrop und Gladbeck. Wir haben meine Schwiegermutter in Bottrop angerufen und sie hat dann festgestellt, dass nur noch halber Druck auf der Leitung war.“

Anwohner Ulrich Werdin ist erleichtert, dass an seinem Haus und Grundstück keine Schäden entstanden.
Anwohner Ulrich Werdin ist erleichtert, dass an seinem Haus und Grundstück keine Schäden entstanden. © Guido Bludau © Guido Bludau

Sparsam mit Wasser umgehen

Die RWW bat bereits am Freitag darum, am Wochenende nach Möglichkeit sparsam mit Wasser umzugehen. „Die Trinkwasserversorgung ist grundsätzlich sichergestellt“, sagte ein RWW-Sprecher. „Aber wir haben quasi eine Leitung verloren, die übers Wochenende repariert wird.“ Da sei es ratsam, zum Beispiel im Garten nicht ganz so üppig zu wässern.

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Bianca Glöckner ist gebürtige Dortmunderin und lebt seit 1992 in Marl. Nach ihrer Ausbildung zur Verlagskauffrau bei Lensing Media und ihrem Redaktionsvolontariat arbeitete Bianca Glöckner zunächst zehn Jahre lang in der Lokalredaktion in Haltern, seit 2007 ist sie Redakteurin in Dorsten.
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Bianca Glöckner
Freier Mitarbeiter
Als „Blaulicht-Reporter“ bin ich Tag und Nacht unterwegs, um über Einsätze von Polizei und Feuerwehr seriös in Wort und (bewegten) Bildern zu informieren. Dem Stadtteil Wulfen gehört darüber hinaus meine besondere Leidenschaft. Hier bin ich verwurzelt und in verschiedenen Vereinen aktiv. Davon profitiert natürlich auch meine journalistische Arbeit.
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Guido Bludau

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