Alle Schulen in Dorsten kehren am Montag zum Präsenzunterricht zurück. Auch an Grundschulen gilt dann weiterhin Masken- und Testpflicht. (Symbolfoto). © picture alliance/dpa
Coronavirus

Rückkehr zum Präsenzunterricht mit einer Portion Gelassenheit

Sinkende Zahlen, mehr Geimpfte und gute Erfahrungen mit Lolli-Tests: Schüler, Lehrer und Schulleiter freuen sich über die bevorstehende Rückkehr zum Präsenzunterricht.

An den Dorstener Grundschulen sieht man der Rückkehr zum Präsenzunterricht am kommenden Montag (31.5.) mit einer gewissen Gelassenheit entgegen. „Im Wesentlichen ist es schon entspannter und ruhiger“, sagt Ulrike Goliath, Leiterin der Grünen Schule und Sprecherin der Dorstener Grundschulen.

Dazu tragen nicht zuletzt sinkende Fallzahlen und die Tatsache bei, dass viele Grundschullehrer in diesen Tagen ihre zweite Impfung erhalten. „Die flankierenden Maßnahmen sind deutlich erhöht worden und das Testverfahren ist stringenter“, so Goliath. Eltern und Kinder würden super mitziehen.

Gute Erfahrungen mit Lolli-Tests

Zwei Tests pro Woche sind für Schüler und Lehrkräfte weiterhin Pflicht. Grundschüler nutzen die sogenannten Lolli-Tests. Das funktioniere gut, sagt Ulrike Goliath. Die Tests seien leicht zu handhaben und es habe sich schnell eine Routine eingestellt: „Wir haben an unserer Schule auch keine Testverweigerer.“ Auch an anderen Grundschulen hätten Eltern zwar vereinzelt Gesprächsbedarf bezüglich der Tests, größere Schwierigkeiten gebe es aber nicht.

30 Sekunden lang lutschen die Kinder an einem Abstrichtupfer. Das Teststäbchen kommt anschließend in ein Röhrchen und zusammen mit anderen Tests in ein Sammelgefäß. Bis zu 25 Tests umfasst so ein „Pool“. Die Proben werden in einem Labor in Münster ausgewertet und die Schule erfährt am selben Tag, wenn sich unter den Tests ein positiver befindet.

Ulrike Goliath ist Leiterin der Grünen Schule in Barkenberg und Sprecherin der Dorstener Grundschulen. Die Liste mit den erforderlichen Infos zur Impfung der Belegschaft hat sie schon abgeschickt. © Guido Bludau © Guido Bludau

Ist das der Fall, informiert die Schule alle Eltern der Kinder aus dem jeweiligen Pool über die positive Probe. Die Eltern müssen dann zu Hause einen zweiten Test mit ihrem Kind durchführen. Die Einzelproben gehen in einem vorgegebenen Zeitrahmen an die Schule. Die Ergebnisse der Einzeltests bekommen nur die Eltern und das Gesundheitsamt. In der Regel informieren die Eltern die Schulen, wenn der Nachtest bei ihrem Kind positiv ausgefallen ist.

Keine großen Ausbrüche an Schulen

Seit der Rückkehr zum Wechselunterricht habe es keine größeren Ausbrüche an den Schulen in Dorsten gegeben, sagt Kreissprecherin Lena Heimers. „Es gab hin und wieder Einzelfälle, aber in einem überschaubaren Rahmen.“ Stand Dienstag (25.5.) gibt es laut Kreisverwaltung einen aktiven Fall an allen Schulen in der Stadt. Der Schüler sei in Quarantäne.

Unklar sei noch, in welchem Rahmen an den Grundschulen die Vorbereitungen auf die Einschulung stattfinden können. Normalerweise würden bald Kennenlernnachmittage für künftige Erstklässler und Elternabende stattfinden.

Wichtig sei nun aber erst mal, dass Präsenzunterricht für alle wieder möglich ist: „Lernen auf Distanz ersetzt nicht das gemeinsame Lernen und die Kommunikation zwischen Lehrkraft und Kindern“, betont Goliath. Und auch die Lehrkräfte pusten durch, wenn die Doppelbelastung des Wechselunterrichts wegfällt.

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Redakteur
Einst aus Sachsen nach Westfalen rübergemacht. Dort in Münster und Bielefeld studiert und nebenbei als Sport- und Gerichtsreporter gearbeitet. Jetzt im Ruhrpott gelandet. Seit 2016 bei Lensing Media.
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Robert Wojtasik
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