Säuglingstod könnte ungesühnt bleiben

DORSTEN Zweieinhalb Wochen nach dem Tod des kleinen Justin mehren sich die Anzeichen, dass sein Fall ungesühnt bleiben könnte. Bei der Beweisführung kommen die Ermittler offenbar nicht voran.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 31.01.2008, 18:07 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Eltern bestreiten die Tat und sind nach Abschluss der Vernehmungen seit langem wieder auf freiem Fuß. Sie leben mittlerweile getrennt. Gerichtsmedizinische Untersuchungen haben bisher keine eindeutigen Hinweise auf die Täterschaft geliefert.

Die Staatsanwaltschaft wertet nun die Resultate der Vernehmungen und die Aussagen des Umfeldes aus. Mutter und Vater des toten Kindes haben sich jeweils eigene Anwälte genommen, mit denen sie prüfen, ob sie noch weitere Angaben machen werden. Nicht zuletzt davon wird es abhängen, ob am Ende des Ermittlungsverfahrens Anklage erhoben wird.

Bliebe es jedoch dabei, dass wegen fehlender Beweise und Belastungszeugen niemand die Schuld am Tod des Säuglings nachzuweisen ist, wird die Akte voraussichtlich in einigen Wochen zugeklappt und das Verfahren eingestellt. Spätestens dann hat die Mutter wahrscheinlich auch Anspruch darauf, wieder die Erziehung der beiden Geschwisterkinder zu übernehmen, die derzeit noch in der Obhut von Pflegeeltern sind.

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