Sandra Völker im Interview

DORSTEN Sie war eine Weltklasse-Schwimmerin - trotz Asthma. Jetzt engagiert sie sich für andere Asthmakranke. Am Randes des ersten Dorstener Gesundheitstages stand Sandra Völker der Dorstener Zeitung Rede und Antwort:

von Von Anne Schwenzfeier

, 22.03.2009, 12:05 Uhr / Lesedauer: 3 min
Sandra Völker im Interview

Sandra Völker engagiert sich in ihrer eigenen Stiftung für Asthmakranke.

Ich habe mich speziell für eine Stiftung zur Unterstützung von Kindern entschieden, da sie es sind, die sich das Umfeld in welchem sie aufwachsen nicht aussuchen können. Ein erwachsener Mensch kann selbst Verantwortung übernehmen, Kinder können das nicht. Mithilfe der Stiftung möchte ich meine Erfahrung und das Wissen meiner Mitstreiter kommunizieren und besonders sozial schwächeren Familien helfen, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind, diese aber aus finanziellen Gründen nicht ausüben können. Durch unsere Hilfe versuchen wir das Umfeld der Kinder zu stärken, denn das stärkt die Kinder selbst.

Momentan ist eines unserer Hauptprojekte das Infotelefon. Wir möchten es allen Menschen ermöglichen uns jederzeit zu erreichen, damit sie mit ihren Problemen zu uns kommen können und einen Ansprechpartner haben. Die damit verbundene Unterstützung bei speziellen Anfragen bzw. bei finanzieller Hilfe versuchen wir bestmöglich umzusetzen. Eine regelmäßige Zusammenarbeit führen wir des Weiteren mit dem Asthma Zentrum in Berchtesgaden. Zusammen organisieren wir z.B. Asthmacamps oder Segeltörns, bei denen sich erkrankte Kinder in einem ganz anderen Umfeld und klimatischen Bedingungen erholen können.

Für mich sind es die Menschen und der Wille diesen Menschen zu helfen, welches die Projekte für mich zu etwas Besonderem macht. Ich handle aus Herzlichkeit heraus und nicht damit das Konto stimmt. Das ist mir und meinem Team sehr wichtig. Selbst zu sehen, wie es Patienten durch unsere Unterstützung besser geht und sie wieder ein fast normales Leben führen können, ist immer ein unglaubliches Erlebnis und macht mich sehr glücklich.

Allen, die in irgendeiner Form an Asthma leiden, möchte ich gerne meine feste Überzeugung mit auf den Weg geben, niemals müde zu werden. Man darf nicht aufhören nach Erklärungen zu suchen und sich mit der Krankheit auseinanderzusetzen, bis man den Weg oder die Therapie gefunden hat, die zu einem selbst passt. Am Besten ist es, sich eine Vertrauensperson/einen Arzt zu suchen, die oder der einem zur Seite steht. Dennoch muss jeder Einzelne selbst die Verantwortung für Veränderungen im Leben in die Hand nehmen. Der Impuls etwas verändern zu wollen, muss von einem selbst aus kommen - dann ändert sich viel.

Ich denke, dass das Konzept einen Gesundheitstag zu einem speziellen Thema zu veranstalten, großartig ist. Je größer eine Veranstaltung ist, desto vielseitiger ihre Informationsquellen sind und je mehr Menschen sie auch erreicht, desto besser ist es. Ein Gesundheitstag, wie in Dorsten, bietet uns die Möglichkeit, den Menschen zu zeigen, dass es Möglichkeiten gibt, trotz Asthma ein normales und auch sportreiches Leben zu führen. Nur sportlich aktiv zu werden, das muss jeder selbst in die Hand nehmen. Um diese Botschaft zu vermitteln, bin ich um jede Veranstaltung dankbar, an der ich teilnehmen darf.  » www.sandra-voelker-stiftung.de  

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