Schlammschlacht im Atlantis - Prokurist fristlos gekündigt

Geschäftsführer scharf kritisiert

Die Schlammschlacht im Freizeitbad Atlantis hat ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Mitarbeiter in führenden Positionen haben dem Geschäftsführer der städtischen Bädergesellschaft, Günter Kesselmann, in einem offenen Brief "Willkür" und "unendlichen Psychoterror" vorgeworfen. Derweil ist der bisherige Prokurist Reinhard Plettenberg fristlos gekündigt worden.

DORSTEN

von Von Stefan Diebäcker

, 06.10.2011, 13:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Plettenberg sei oft "unser einziger Schutz vor der Willkür von Herrn Kesselmann" gewesen, heißt es in dem Brief weiter. Kesselmann habe durch eine Serie von Dienstanweisungen die leitenden Angestellten "so sehr in die Enge getrieben, dass unsere Arbeit überhaupt nicht mehr möglich war. Jeder Einzelne von uns ist diesem unendlichen Psychoterror nicht gewachsen." Der Betriebsrat hat laut Lütkenhorst im Namen aller Atlantis-Mitarbeiter dieser Darstellung inzwischen widersprochen. Die Unterzeichner des Briefs haben sich am Tag nach Plettenbergs Freistellung krank gemeldet und sind seitdem nicht wieder im Atlantis aufgetaucht. Bei einer Betriebsversammlung am 27. September, die Lütkenhorst bewusst ohne Geschäftsführer Kesselmann terminiert hatte, fehlten sie ebenfalls. Die Position des Geschäftsführers steht derweil vorläufig nicht zur Debatte. Lütkenhorst bezeichnete ihn am Donnerstag als "wesentlichen Teil des Tagesordnungspunktes Aufklärung". Der Verwaltungsrat des Atlantis wird am 13. Oktober zu einer Sondersitzung zusammenkommen; dann wird es womöglich auch erste Ergebnisse des Rechnungsprüfungsamtes geben.

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