Schlotmann geht mit Wehmut

WULFEN Umzugskisten zeigen an: In der Barkenberger Pfarrei St. Barbara steht ein Wandel bevor. Am 22. Juni nimmt Pfarrer Egbert Schlotmann Abschied, am 10. August wird sein Nachfolger Andreas Schultheis eingeführt.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 13.06.2008, 18:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Stunde des Abschieds für das bewährte St.-Barbara-Team rückt immer näher: (V.l.) Pastoralreferentin Simone Pieper, Pfarrbüro-Leiterin Barbara Vrenegor und Pfarrer Egbert Schlotmann.

Die Stunde des Abschieds für das bewährte St.-Barbara-Team rückt immer näher: (V.l.) Pastoralreferentin Simone Pieper, Pfarrbüro-Leiterin Barbara Vrenegor und Pfarrer Egbert Schlotmann.

Die "Dorstener Zeitung" nutzte die Gelegenheit zu einem kurzen Bilanz-Gespräch.

Herr Schlotmann, Ihre Tage in Barkenberg sind gezählt, der Abschied rückt immer näher. Empfinden Sie ein bisschen Wehmut oder überwiegt die Freude auf eine interes sante neue Aufgabe?

Schlotmann : Eindeutig, die Wehmut überwiegt. Ich lebe jetzt seit neun Jahren in Barkenberg und habe mich von Anfang an hier wohl gefühlt. Den Ortsteil habe ich bereits beim ersten Blick auf die hohen Häuser, die aus dem Grünen herausragten, als etwas Besonderes empfunden. Und ich habe mich hier auch wegen der Menschen schnell heimisch gefühlt - im Grunde sind in diesem jungen Stadtteil ja alle neu zugezogen, es ist eine wirklich offene Gemeinde. Der Abschied ist daher schon sehr schmerzhaft.

Wann besteht denn Gelegenheit, sich persönlich von Ihnen zu verabschieden?

Schlotmann: Am Sonntag in einer Woche, dem 22. Juni. Dann treffen wir uns um 10.30 Uhr am Marienhäuschen und machen uns von dort auf den Weg zum Gottesdienst in der St. Barbara -Kirche. Dazu sind alle herzlich eingeladen, auch zum anschließenden gemütlichen Beisammensein. Auch jemand anders wird sich dann verabschieden: Barbara Vrenegor, die seit vielen Jahren das Pfarrbüro leitet, wechselt zum Monatsende in den Ruhestand.

Barbara Vrenegor war für Sie eine ganz wertvolle Stütze, aber nicht die einzige: Wie man hört, sind Sie kein Einzelkämpfer, sondern eher ein Teamspieler.

Schlotmann : Der Teamgedanke ist sehr wichtig. Nur gemeinsam kann man viel bewegen. Zu den schönsten Erinnerungen an die Barkenberger Zeit zählt, dass es hier sehr viele Menschen gibt, die bereit sind, sich für die Gemeinschaft zu engagieren. Bürgertreff, Dorstener Tafel, Kirchenmusik, Waslala-Kreis sind nur einige Beispiele.

Das zeigt Ihre Auffassung von Kirche, die Sie auch als Dechant auszeichnete: Sie haben sich stets übers Theologische hinaus auch für soziale Belange eingesetzt.

Schlotmann : Mich haben Padres in Waslala mit ihrem ganzheitlichen Ansatz sehr beeindruckt. Gelebte Kirche - das hat für mich einen starken sozialen Aspekt. Den ganzen Menschen zu sehen, ihm zu helfen, das ist für mich christliche Pflicht.

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