Schüler lernen Medienkompetenz

WULFEN Ein Produkt muss am Markt platziert werden: Was keiner kennt, wird auch nicht gekauft. So oder ähnlich waren die Vorgaben an die Schüler des Jahrgang 11 der Gesamtschule Wulfen.

von Von Rüdiger Eggert

, 31.01.2008, 18:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Andreas Guttmann (li.) stellte mit den Schülern die Ergebnisse des Marketingprojekt vor.

Andreas Guttmann (li.) stellte mit den Schülern die Ergebnisse des Marketingprojekt vor.

Das Produkt war in diesem Fall ein Song, Rap-Funk, deutscher Text. Gespielt und komponiert von dem Wulfener Andreas Guttmann. Der Vater einer Schülerin hat die Möglichkeit ein von seinem Arbeitgeber gefördertes, soziales Projekt mit Jugendlichen durchzuführen.

Andreas Guttmann ist Marketingleiter bei der RWE. Unter dem Titel RWE-Comparius unterstützt der Konzern Engagement seiner Mitarbeiter in der Arbeit mit Jugendlichen. Im Rahmen der Projektwoche machten sich 20 Schülerinnen und Schüler in drei Gruppen an die Arbeit.

Es galt das Musikstück „Flieg mit mir“ von Hobbymusiker Guttman medientauglich für eine Veröffentlichung aufzuarbeiten. Video, Fotostory und Marketing waren die Bereiche, in denen die Schüler gefordert wurden. Profi Andreas Guttmann stand den Schülern beratend zur Seite. Für Schulleiter Johannes Kratz mehr als nur eines der herkömmlichen Projekte. „Diese Aktion gehört in den Bereich Medienkompetenz und unsere Schüler sollen den routinierten Umgang mit Medien erlernen und lernen, sie kritisch einzuschätzen.“

Profi-Bedingungen

Unter professionellen Bedingungen konnten die Schüler ihr Projekt wie CD-Cover , Videoclip, Plakate, Pressekampagne umsetzen. Partner, mit denen Andreas Guttmann im Berufsalltag auch zusammen arbeitet, waren auch für die Schüler Ansprechpartner. Einblick in verschiedene Berufe war das Anliegen des Marketingstrategen. Beteiligt als Paten waren zwei Werbeagenturen und eine Druckerei, die alle bei der Umsetzung halfen.

„Die Schule hat nicht die Mittel für so eine professionelle Umsetzung“ muss Johannes Kratz zugeben. Eine Jury aus Schülern und Lehrern hatte die schwere Aufgabe einen Preis für das beste Ergebnis zu verteilen. Hat die Video- oder die Fotogruppe besser gearbeitet oder die Marketingleute?

Hervorragend waren alle Arbeiten. Doch die Kampagnen wie Plakate, Presse, Cover wurden mit Konzertkarten belohnt, gesponsert von der RWE. Sonst hielt sich der Konzern im Hintergrund. „Es geht nur um den Menschen, die RWE ist nur Partner“, merkte Andreas Guttmann an.

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