Schulstart an St. Ursula: „Ein wenig Normalität erleben“

mlzCoronavirus

Am St.-Ursula-Gymnasium in Dorsten ist am Donnerstag der Unterricht wieder aufgenommen worden. Die Abiturienten hatten „Lust auf Schule“ und bekamen sogar ein Geschenk.

Dorsten

, 23.04.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

An den Eingängen standen Lehrer, ausgestattet mit Handzetteln zur Abstands- und Hygieneregelung und für die Wegweisung ins Gebäude. An den Haupteingängen standen Desinfektionsmittelspender zur Verfügung, die Zugangs- und Klassentüren waren weit offen.

Höchstens acht Personen im Klassenraum

Den Schulstart nach fünfwöchiger Corona-Pause hatte das St.-Ursula-Gymnasium in den letzten Tagen intensiv vorbereitet. Sieben Gruppen mit höchstens acht Personen nahmen am Donnerstag das freiwillige Lernangebot in Räumen wahr, die über die Schule verteilt möglichst weit voneinander entfernt liegen. Das bedeutete: pro Lernblock 54 Personen in einem Schulgebäude mit 11.000 Quadratmetern Fläche.

„So ist die Möglichkeit des zufälligen Aufeinandertreffens stark reduziert und jede Gruppe hat eine eigene Toilettenanlage für die Hygienepausen zur Verfügung“. erklärte Schulleiterin Elisabeth Schulte Huxel. Für jeden Raum gibt es einen Sitzplan, die Arbeitsplätze sind gekennzeichnet.

Nach jedem Lernblock eine Hygienepause

Nach der ersten Unterrichtszeit von 8.30 bis 10.15 Uhr wurden die Abiturienten einzeln und im Abstand von mindestens zwei Minuten nach Hause entlassen. „Auf dem Schulhof und an den Eingängen zum Schulgelände haben Kolleginnen und Kollegen die Abstandsregeln überwacht“, bestätigt die Schulleiterin. „Aber alle haben sich vorbildlich verhalten.“

Nach einer halbstündigen Hygiene- und Wechselphase, in der die Räume gelüftet und die Tischflächen sowie weitere mögliche Berührungsflächen gereinigt und desinfiziert wurden, begann der zweite Lernblock über 105 Minuten, am frühen Nachmittag folgte nach demselben Muster der dritte.

Jetzt lesen

Fast alle Abiturienten haben nach Angaben der Schulleiterin an dem freiwilligen Angebot teilgenommen. „So mancher hatte einfach wieder Lust auf Schule, andere kamen mit Frage- und Themenpaketen, die sie mit ihren Lehrern abschließend besprechen wollten“, erklärt Elisabeth Schulte Huxel. Die Stimmung sei geprägt gewesen von ganz viel Freude, einen Tag lang ein wenig Normalität zu erleben.

Jeder Schüler bekam eine Mund-Nasen-Bedeckung

Unterstützung bekam das St.-Ursula-Gymnasium übrigens von den Näherinnen der „Corona-Hilfe Lembeck“. Schneidermeisterin Birgit Micheel und 25 Hobbynäherinnen haben für jeden der 127 Abiturienten eine Mund-Nase-Bedeckung genäht. „Als ich heute jedem eine Mund-Nase-Bedeckung persönlich überreichte, war die Freude der jungen Menschen über die Solidarität der Näherinnen und deren guten Wünsche fürs Abitur groß“, freute sich auch die Schulleiterin.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt