Schuppen, Bootsanhänger und Bienenstöcke werden Opfer der Flammen

mlzBrandstiftung vermutet

Auf einer umzäunten Wiese an der Weseler Straße brannten am Donnerstagabend unter anderem ein Holzschuppen, ein Anhänger mit Boot und Bienenstöcke ab. Ein Eigentümer vermutet Brandstiftung.

Deuten

, 29.05.2020, 16:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Freitagmorgen, nur wenige Stunden nach dem Brand, riecht es an der Brandstelle immer noch stark nach verbranntem Holz, verkokelter Dachpappe und verschmortem Plastik. Auf mehreren Quadratmetern in der ansonsten idyllischen Umgebung bietet sich ein trostloses Bild der Zerstörung. Vieles liegt in Schutt und Asche.

Entsetzter Eigentümer

Eigentümer Ulrich Hölker ist auch am Morgen nach dem Brand an der Weseler Straße/B 58 noch immer entsetzt von dem Anblick. „Als ich den nächtlichen Anruf bekam, dass es hier brannte, habe ich mich sofort auf dem Weg gemacht. Hier bot sich mir dann ein erschreckendes Bild. Es brannten mehrere Holzschuppen, ein Anhänger mit Boot, Bienenstöcke eines Freundes und auch unser Holzlager“, erzählt Ulrich Hölker. „Nur wenige Minuten später und alles wäre noch schlimmer geworden. Auf dem Nachbargrundstück, auf das das Feuer bereits schon übergegriffen hatte, steht ein großer Gastank und das Wohnhaus ist dann auch nicht mehr weit.“

Ulrich Hölker vermutet Brandstiftung.

Ulrich Hölker vermutet Brandstiftung. © Guido Bludau

Waren wieder Einbrecher am Werk?

Seiner Meinung nach waren es wohl wieder Einbrecher, die dieses Mal statt etwas zu klauen, Feuer gelegt haben. „In den letzten vier Wochen wurde hier schon zweimal eingebrochen und das immer donnerstags nachts, wenn es dunkel ist. Bisher wurden nur Kleinigkeiten geklaut und Sachschaden angerichtet. Doch dieses Mal beträgt der Schaden wohl mehrere Tausend Euro“, schätzt Ulrich Hölker. Anzeige habe er übrigens nie erstattet, weil der Schaden bislang immer gering gewesen und nichts von großem Wert gestohlen worden sei.

Rund drei Stunden lang kämpften die Feuerwehrleute in der Nacht zu Freitag gegen die Flammen.

Rund drei Stunden lang kämpften die Feuerwehrleute in der Nacht zu Freitag gegen die Flammen. © Guido Bludau

Respekt, Anerkennung und Dank

„Als ich gesehen habe, wie sich die Einsatzkräfte der verschiedenen Wehren aus der Umgebung hier abgerackert haben, war ich sehr beeindruckt. Darunter waren ja auch viele Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr. Ich möchte mich für ihren Einsatz herzlich bedanken. Durch die Umsichtigkeit der Einsatzleitung und dem vollen Einsatz der beteiligten Feuerwehrleute wurde eine weitere Ausbreitung des Brandes auf einen Gastank und Einfamilienhaus gestoppt. Durch die Sicherheitsvorgaben von Corona mussten die Kräfte unter erschwerten Bedingungen den Brand mit kontinuierlich aufgesetzter Schutzmaske bekämpfen. Ihnen gebührt mein Respekt, Anerkennung und nochmals mein Dank“, so Ulrich Hölker.

Wegen der Brandursache ermittelt jetzt die Polizei. Wer Hinweise geben kann, möge sich unter Tel. (0800) 2361111 melden.

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