Senioren sollen mitgestalten

DORSTEN Einen neuen Anlauf, den Seniorenbeirat zu einer funktionsfähigen Interessensvertretung zu entwickeln, hat gestern die Stadt Dorsten gestartet. Der bis dahin amtierende Beirat hat sich aufgelöst.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 28.01.2008, 18:06 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Anteil der älteren Mitbürger wird in den nächsten Jahrzehnten deutlich wachsen. Daher ist es der Stadt wichtig, die Interessen dieser Bevölkerungsgruppe besonders zu berücksichtigen. Instrument dazu soll ein funktionierender Beirat sein. Beim letzten Seniorenbeirat hatte sich herausgestellt, dass vielen Mitgliedern vor dem Amtsantritt nicht klar war, welche Aufgaben anstehen. Der Beirat wurde mit Delegierten aus Verbänden und Organisationen besetzt, die häufig durch ihr ehrenamtliches Engagement in der eigenen Organisation bereits überlastet waren.

Vorab-Information

„Damit das nicht noch einmal passiert, wollen wir alle Kandidaten diesmal vorher gründlich darüber aufklären, was auf sie zukommt“, erklärt Sozialamtsleiterin Rita Saalmann (Foto). Auch eine übertriebene Erwartungshaltung solle so von vornherein verhindert werden: „Es muss klar sein, dass nicht alle Wünsche erfüllt werden können. Der Beirat wird herausarbeiten: Was ist notwendig, was ist machbar?“

Alle Ortsteile

Zielvorstellung ist es, dass künftig möglichst alle Ortsteile Dorstens in diesem Gremium vertreten sind. Die Kandidaten-Aufstellung soll eventuell mit Hilfe der Presse erfolgen. Gäbe es aus den jeweiligen Stadtteilen mehrere Vorschläge, soll für den „Übergangs-Beirat“ bis zur nächsten Legislaturperiode Ende 2009 die Mitglieder-Auswahl per Losentscheid erfolgen. Den Weg für diesen Zwischenschritt freimachen werden voraussichtlich der Sozialausschuss am 11. Februar und der Rat am 13. Februar. Die Zeit bis zur Kommunalwahl 2009 will die Verwaltung dann nutzen, um eine neue Wahlordnung vorzubereiten. 

Lesen Sie jetzt