Situation auf dem Arbeitsmarkt verschlechtert sich

Arbeitslosenzahlen

In den letzten Monaten des Jahres 2010 konnte man regelmäßig über einen Rückgang der Arbeitslosenzahlen berichten. In den ersten beiden Monaten 2011 kehrte sich die Situation jedoch um.

DORSTEN

01.03.2011, 10:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Zahl der arbeitslosen Menschen in der Personengruppe unter 25 Jahre ist nach Januar auch im Februar 2011 weiter gestiegen. Mit einem Plus von 3,2% (+77 Personen) gegenüber Januar 2011 ist ein weiterhin hoher Wert (2.463) erreicht worden. Im Vergleich zum Februar 2010 verdeutlicht sich die aktuelle Situation, denn die Steigerung von +6,9% (+160 Personen) muss besonders beobachtet werden. Bei dieser Entwicklung wird deutlich, dass u.a. fehlende Ausbildungsstellen und die Auswirkungen der Einsparungen für Maßnahmen negativ greifen. Auch in der Personengruppe über 25 Jahre ist im Kalenderjahr 2011 keine positive Entwicklung zu vermelden. Mit der Zunahme von + 904 Personen im Januar folgt im Februar eine weitere Zunahme von + 71 Personen auf insgesamt 25.107 Arbeitslosen. Gegenüber Februar 2010 (24.369 Personen) ist ein Plus von 3,03% (+738Personen) zu verzeichnen.

Aus der Sicht des „jobcenter Kreis Recklinghausen“ ist die Arbeitslosenquote eine Kennzahl, die die wirtschaftliche Entwicklung am Arbeitsmarkt nur zum Teil abbildet. Für die Teilnehmer/innen, die sich in Maßnahmen, Qualifizierungen und sonstiger allgemeiner beruflicher Förderung befinden, gibt es in 2011 deutlich weniger „Beschäftigungsmöglichkeiten“ wegen eingesparter Bundesmittel für den Arbeitsmarkt. Beim Zugang in Arbeitslosigkeit aus dem 2. Arbeitsmarkt wurde dieses bereits im Januar 2011 deutlich, doch auch im Februar setzt sich diese Entwicklung fort. Im Januar sind 428 Arbeitsuchende statistisch auch zu Arbeitslosen geworden, im Februar sind es nochmals 68 Personen. Auch muss von einem hohen Übergang von Arbeitslosengeld I (ALGI) zu ALG II ausgegangen werden, wenn u. a. die Zahlenwerte Zugang und Abgang in Arbeitslosigkeit miteinander verglichen werden.

Nach dem vorliegenden revidierten Zahlenmaterial - Jan. 2010 bis einschl. Okt. 2010 - ist der bisherige Zufluss an Bedarfsgemeinschaften beim „jobcenter Kreis Recklinghausen“ geringer ausgefallen als prognostiziert. Die Anzahl der Personen, die Hartz IV-Leistungen erhalten, fällt in der angegebenen Zeitschiene ab, so dass ein monatlicher Durchschnittswert von unter 72.000 Personen in 2010 erreicht wird. Bei Betrachtung des revidierten Wertes aus Oktober liegt der Anteil aller erwerbsfähigen Kunden (50.329) des „jobcenter Kreis Recklinghausen“, die Einkünfte aus Erwerbstätigkeit erzielen und zusätzlich aufstockende Leistungen erhalten („Ergänzer“), erstmalig über 25% (25,2%). Damit gehen über 12.708 Kunden einer einkommensbezogenen Tätigkeit nach, 420 Personen (+3,41%) mehr als im vergleichbaren Monat des Vorjahres.

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