Das Gebäude der alten Agathaschule steht schon seit zwei Jahren leer. Jetzt musste die Stadt Fördergelder zurückzahlen. © Guido Bludau (Archiv)
Agathaschule

Stadt Dorsten muss Fördergelder für alte Agathaschule zurückzahlen

Der Umzug der Agathaschule kommt die Stadt Dorsten im Nachhinein teuer zu stehen. Denn sie muss Fördergelder zurückzahlen, die sie einst von der Bezirksregierung Münster bekommen hatte.

Zwei Jahre liegt der Umzug der Agathaschule zurück. Die Grundschule wurde vom Voßkamp in das leerstehende Gebäude am Nonnenkamp verlegt. Zu den damaligen Umbaukosten dort gesellt sich nun eine weitere Rechnung. Die Bezirksregierung Münster hat auf die Rückzahlung von Fördergeldern gepocht.

Es geht um fast 310.000 Euro und damit um mehr als die Hälfte der Summe, die die Stadt 2007 bekommen hatte. 530.000 Euro gab es damals aus Münster für den Ausbau des offenen Ganztags. Voraussetzung: Das zusätzliche Gebäude und der umgestaltete Schulhof werden 20 Jahre entsprechend genutzt. Das ist seit Herbst 2019 nicht mehr der Fall.

Politiker-Beschluss ist nur noch Formsache

Das Geld hat die Stadt bereits im August überwiesen, der geplante Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses am 27. Oktober ist also nur noch Formsache. Das Innenstadt-nahe Gelände ist dem Vernehmen nach vor Kurzem einem neuen Besitzer im Rahmen eines Erbbaurechts übergeben worden.

Seit Jahren ranken sich Gerüchte, dass am Voßkamp ein Discounter angesiedelt werden könnte. Außerdem waren Wohnhäuser im Gespräch. Details werden Stadtverwaltung und Investor womöglich in nächster Zeit verkünden.

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Veränderungen gab es immer, doch nie waren sie so gravierend. Und nie so spannend. Die Digitalisierung ist für mich auch eine Chance. Meine journalistischen Grundsätze gelten weiterhin, mein Bauchgefühl bleibt wichtig, aber ich weiß nun, ob es mich nicht trügt. Das sagen mir Datenanalysten. Ich berichte also über das, was Menschen wirklich bewegt.
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Stefan Diebäcker

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