Stadt Dorsten nimmt 30 Prozent weniger Gewerbesteuern ein

Coronakrise

Die Coronakrise trifft Dorsten und anderen Städte finanziell hart. Die Einnahmen aus Gewerbesteuern sind zwischen April und Juni eingebrochen. Nur eine Stadt im Kreis machte sogar ein Plus.

Dorsten

, 11.09.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Stadt Dorsten hat im zweiten Quartal 2020 rund 30 Prozent weniger Gewerbesteuern eingenommen als zwischen April und Juni 2019.

Die Stadt Dorsten hat im zweiten Quartal 2020 rund 30 Prozent weniger Gewerbesteuern eingenommen als zwischen April und Juni 2019. © picture alliance/dpa

Die Stadt Dorsten hat im zweiten Quartal 2020 gut 30 Prozent weniger Gewerbesteuern eingenommen als im entsprechenden Vorjahresquartal. Das geht aus Daten des Statistischen Landesamts IT.NRW hervor. Demnach nahm Dorsten in den Monaten April, Mai und Juni dieses Jahres rund 5,6 Millionen Euro durch Gewerbesteuern ein. Im zweiten Quartal 2019 waren es noch fast 2,5 Mio. Euro mehr.

Damit liegt die Lippestadt immer noch unter dem kreisweiten Durchschnitt. Der liegt bei einem Rückgang um 39 Prozent. Das größte Minus bei den Gewerbesteuereinnahmen im Kreis verzeichnet die Stadt Gladbeck mit einem Rückgang um 86,5 Prozent.

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Aber nicht alle Städte im Kreis haben zwischen April und Juni weniger Gewerbesteuern eingenommen: Oer-Erkenschwick verzeichnet als kreisweit einzige Kommune sogar ein Plus (5,9 Prozent). Das hänge unter anderem damit zusammen, dass die Einnahmen aus Gewerbesteuern nie besonders hoch gewesen seien, so die Stadtverwaltung. Das schlage dann nicht so durch wie in anderen Städten, wo die großen Firmen sitzen.

Landesweit gingen die Einnahmen aus Gewerbesteuern im Vergleich zum Vorjahresquartal im Schnitt um 43,5 Prozent bzw. rund 575,9 Mio. Euro zurück. Unter der Woche hat das NRW-Kabinett grünes Licht für einen Ausgleich der gesunkenen Gewerbesteuereinnahmen gegeben. Rund 2,7 Milliarden Euro sind derzeit eingeplant. Bund und Land NRW werden sich demnach jeweils zur Hälfte beteiligen.

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