Die Bierbörse könnte im August in Dorsten stattfinden, aber nicht an der Wall- und Grabenanlage. © Ralf Pieper (A)
Coronavirus

Stadtfeste, Bierbörse, Winterzauber – der Fahrplan in Dorsten

Die Corona-Lage entspannt sich, die Hoffnung auf eine Rückkehr zur Normalität wird auch in Dorsten größer. Hinter den Kulissen werden schon Pläne geschmiedet für die großen Stadtfeste.

Der Inzidenzwert im Kreis Recklinghausen sinkt immer weiter. Am Montag (17.5.) lag er bei 77,2. Und damit wächst auch die Hoffnung auf größere Veranstaltungen und Feiern im Laufe des Jahres, auch wenn bereits alle Schützenfeste abgeblasen sind. Es gibt erste Gedankenspiele.

Feierabendmarkt: Das monatliche Freitags-Event auf dem Platz der Deutschen Einheit erfreute sich im Premieren-Jahr 2019 wachsender Beliebtheit. Letztes Jahr war Corona-bedingt Pause, jetzt basteln die Organisatoren Luca Schlotmann, Hans Schuster und Benjamin Imping dem Vernehmen nach an einem zeitnahen Comeback. Schuster bestätigte, dass Gespräche mit interessierten Händlern laufen. Denkbarer Start (bei weiter sinkenden Infektionszahlen): Juli.

Der Feierabendmarkt könnte schon bald ein Comeback erleben.
Der Feierabendmarkt könnte schon bald ein Comeback erleben. © Ralf Pieper (Archiv) © Ralf Pieper (Archiv)

Altstadtfest und Herbstfest: Dass Anfang Juni das Altstadtfest über die Bühne gehen kann, ist unrealistisch. Selbst wenn der Inzidenzwert im Kreis RE bald unter 50 rutscht, ist die Vorbereitungszeit zu kurz. Im Gespräch ist aber ein kombiniertes Altstadt- und Herbstfest im Spätsommer oder frühen Herbst. Das können sich die Organisatoren, das kann sich auch Bürgermeister Tobias Stockhoff vorstellen. Vorteil: Mehr Planungssicherheit, mehr Schutz vor Corona, mehr Zeit für die Organisation.

Bierbörse: Tausende Menschen, die völlig unkontrolliert und dicht an dicht an Bierwagen stehen oder an Tischen die Gläser heben – da fehlt in Coronazeiten die Fantasie, um das für realistisch zu halten. Aber vom (Bier-)Tisch ist das dreitägige Fest nicht. Der Termin (13. bis 15. August) steht, die Suche nach einem geeigneten Standort läuft.

„Wir brauchen ein geschlossenes Gelände“

Thomas Hein

„Wir brauchen ein geschlossenes Gelände“, sagt Organisator Thomas Hein, der die Unterstützung des Bürgermeisters ausdrücklich lobt. In der kommenden Woche ist eine Ortsbegehung geplant. Die Wall- und Grabenanlage ist aus dem Rennen, der ehemalige Sportplatz der Gerhardt-Hauptmann-Realschule wohl auch.

Lichterfest: Der Aktionstag für ehrenamtlich tätige Vereine und Gruppen soll am 7. November nach einjähriger Pause wieder stattfinden. Organisiert wird es seit 2019 vom Verein „Sag Ja zu Dorsten“, der mit den Vorbereitungen schon in den Startlöchern steht. „Wir gehen aktuell zuversichtlich in die Planung“, heißt es.

Winterzauber: Ziemlich trostlos war der Marktplatz in der Vorweihnachtszeit 2020, in diesem Jahr soll dort wieder Schlittschuh gelaufen werden. Und auch die Eisstockmasters für angemeldete Teams sind zum jetzigen Zeitpunkt denkbar. Mit-Organisator Hans Schuster ist optimistisch, dass Corona diesmal keinen Strich durch die Rechnung macht.

Zechengelände: Hans Schuster ist mit seiner Agentur „Nightaffairs“ auch Veranstalter von Partys auf dem Zechengelände gewesen. Dass Nachtschwärmer demnächst wieder auf ihre Kosten kommen, ist indes unwahrscheinlich. „Zunächst werden viele Hochzeiten nachgeholt, die wegen Corona verschoben wurden.“ Auch schön, aber eben nur für einen begrenzten Kreis.

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Veränderungen gab es immer, doch nie waren sie so gravierend. Und nie so spannend. Die Digitalisierung ist für mich auch eine Chance. Meine journalistischen Grundsätze gelten weiterhin, mein Bauchgefühl bleibt wichtig, aber ich weiß nun, ob es mich nicht trügt. Das sagen mir Datenanalysten. Ich berichte also über das, was Menschen wirklich bewegt.
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Stefan Diebäcker
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein
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