Hans Schuster, Luca Schlotmann und Benjamin Imping (v.l., hier beim Winterzauber 2019) organisieren die Innenstadtfeste und würden dafür gerne anstelle eines „Tisa-Brunnens" mehr Aufstellfläche haben. © Stefan Diebäcker (A)

Stadtfeste-Macher lehnen sowohl Nachbau als auch neuen Tisa-Brunnen ab

Bis Ende Juni wird entschieden, welche Gestalt der Nachfolger des Tisa-Brunnens auf dem Marktplatz von Dorsten bekommt. Die Macher der Stadtfeste präsentieren eine besondere Idee.

Die Original-Reliefplatten des alten Tisa-Brunnens an geeigneter Stelle in der Innenstadt wieder aufzuhängen – das würden die Veranstalter der Dorstener Stadtfeste „richtig gut finden“.

Aber ein Nachfolge-Brunnen vor dem Alten Rathaus? „Damit haben wir grundsätzlich ein Problem“, betont Hans Schuster, Inhaber der Event-Agentur „Nightaffairs“. „Jetzt hat man die Dorstener Fußgängerzone und den Marktplatz so schön hergerichtet“, sagt er, „und deshalb muss die Innenstadt auch mit Leben gefüllt werden“.

„Würde Platz wegnehmen“

Und dabei würde „ein neuer oder ein Nachbau vom Tisa-Brunnen nur Platz wegnehmen“. Platz, den er und sein Mitstreiter Luca Schlotmann bei der Organisation von Veranstaltungsformaten wie dem Altstadtfest, dem Herbst- und Heimatfest, „Dorsten is(s)t mobil“ oder dem Winterzauber dringend benötigen.

„Wegen neuer Vorschriften für Feuerwehr-Aufstellflächen, für Gebäudeabstandsflächen und wegen der neuen Stadtmöbel haben wir schon jetzt in der Innenstadt 60 Prozent weniger Fläche zu Verfügung als früher“, sagt Hans Schuster. Bei dieser Einschätzung habe man die in der „DIA“ vertretene Dorstener Kaufmannschaft auf ihrer Seite, sagt Hans Schuster.

Bis Ende Juni soll die politische Entscheidung darüber fallen, welches Aussehen der Tisa-Nachfolge-Brunnen haben soll. „Eine gute Idee wäre es doch, lediglich ein ebenerdiges Wasserspiel zu installieren“, so Hans Schuster. Also eines, das man für die Dauer der genannten Feste und bei neuen Konzepten, die das Organisationsteam plant, „überbauen“ könne.

Ein schmaler Grat

Auch die betroffenen Markthändler und Marktplatz-Gastronomen würden davon profitieren. „Das ist natürlich alles ein schmaler Grat“, weiß er um die Befindlichkeiten der Verfechter einer Brunnen-Replik. „Aber es geht vor allem um die Zukunft der Innenstadt. Und wir können qualitativ und quantitativ nur dann die von der Stadt gewünschten Konzepte umsetzen, wenn wir die Gestaltungsspielräume nicht verlieren.“

Mit Stadtfesten sei kein Gewinn zu machen, sagt Hans Schuster. „Angesichts der Coronakrise müssen wir deshalb genau hinschauen, wie wir das alles finanziert bekommen. Wir wissen ja noch gar nicht, ob weiterhin alle Sponsoren dabei bleiben können.“

Planungen laufen

Angesichts möglicher Corona-Lockerungen sitzt das Stadtfest-Team schon jetzt an der Planung für Formate im Herbst und Winter. „Je eher wir die nötigen Infos bekommen, umso besser.“

So würde man Mitte November die Eisfläche gerne in der gleichen Größe aufbauen wie beim Winterzauber 2019, „doch damals wurde sie nur ausnahmsweise toleriert, mit Brunnen wäre sie in Zukunft nicht mehr erlaubt“. Zudem würde eine mögliche längere „Brunnen-Baustelle“ wie „ein Damoklesschwert“ über den Planungen hängen.

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Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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