Björn Freitag in seiner Kochschule. Der Sternekoch aus Dorsten hat mehrere Bücher veröffentlicht. Im Fernsehen ist er regelmäßig im WDR und ZDF zu sehen. © Schmackofatzo.de
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Sternekoch Björn Freitag erklärt: Gutes Essen muss nicht teuer sein

„Gutes Essen muss nicht teuer sein“, sagt Sternekoch Björn Freitag aus Dorsten. Er stellt drei regionale Rezepte vor, die leicht nachzukochen sind und deren Zutaten kein Vermögen kosten.

Koch aus Leidenschaft ist Björn Freitag seit über 20 Jahren. Mit seinem TV-Format „Viel für wenig – Clever kochen mit Björn Freitag“ verfolgt er im WDR eine besondere Mission: Er bringt gutes Essen für wenig Geld auf den Tisch.

Denn viele Familien und auch Singles stehen täglich vor der Herausforderung, sich mit kleinem Budget gesund zu ernähren. Der als „Vorkoster“ bekannte Spitzenkoch aus Dorsten (Restaurant: Goldener Anker) verrät drei Rezepte, die leicht nachzukochen sind und deren Zutaten kein Vermögen kosten.

Rotes Hähnchen-Gemüse-Curry

„Dieses Curry duftet herrlich nach Kokosmilch, Limette und Koriander. Auch als vegetarische Variante ist es ein Hit“, sagt Björn Freitag. „Bereiten Sie gleich eine größere Menge zu, denn es lässt sich am nächsten Tag wunderbar aufwärmen.“

Kochen mit Björn Freitag
Rotes Hähnchen-Gemüse-Curry © Hubertus Schüler © Hubertus Schüler

Zutaten (für zwei Personen): ½ Zucchini (ca. 120 g), 1 Zwiebel, 1 rote Paprikaschote (ca. 220 g), 25 g Zuckerschoten, ½ Bund Thai-Basilikum, 2 Stängel Koriander, 1 Frühlingszwiebel, 200 g Basmati-Reis, Salz, ¼ Hokkaido-Kürbis (ca. 250 g), 2 EL Rapsöl, 2–3 Hähnchenbrustfilets, (insg. 400–450 g), 400 ml Kokosmilch, 1 ½ EL rote Currypaste, 2 EL Teriyaki-Sauce. 2 EL brauner Zucker und Saft von 1 Limette.

Zubereitung (ca. 25 min.):

  • Zucchini waschen, längs halbieren und in dicke Scheiben schneiden. Zwiebel schälen, achteln und in Segmente zerteilen. Paprika entkernen, waschen, in Streifen schneiden. Zuckerschoten waschen und ebenfalls in Streifen schneiden.
  • Thai-Basilikum und Koriander waschen, trocken schütteln, die Blätter abzupfen. Frühlingszwiebel putzen, waschen und in feine Ringe schneiden.
  • Basmati-Reis waschen, in einem Topf mit Wasser bedecken, salzen und bei starker Hitze aufkochen. Die Hitze reduzieren, den Deckel aufsetzen und etwa 15 Minuten garen.
  • Inzwischen den Kürbis entkernen, waschen, 2 cm groß würfeln und in einen Topf geben. Etwas Wasser zufügen, salzen, zum Kochen bringen und noch 5 Minuten garen.
  • Das Rapsöl in einer Pfanne erhitzen. Hähnchenfilets in Stücke schneiden und bei hoher Hitze unter gelegentlichem Wenden scharf anbraten.
  • Zucchini, Zwiebel und Paprika zugeben und 5 Minuten mitbraten. Zuckerschoten und Kokosmilch hinzufügen.
  • Kürbiswürfel, Currypaste, Teriyaki-Sauce, Zucker und Limettensaft einrühren, mit Salz würzen und 1 Minute bei niedriger Hitze köcheln lassen.
  • Reis abgießen. Das Hähnchen-Gemüse-Curry mit dem Reis auf zwei Tellern anrichten und mit Thai-Basilikum, Koriander und Frühlingszwiebel garniert servieren.

Tipp: Dieses leckere Hähnchen-Gemüse-Curry lässt sich im Kühlschrank in einer Aufbewahrungsbox 2 Tage problemlos aufbewahren und gut aufwärmen.

Pillekuchen mit Speck an Rote-Bete-Tatar

“Pfannkuchen und Kartoffelpuffer verschmelzen hier zu einer verführerischen Liaison“, erklärt der Sternekoch aus Dorsten. „Der Pillekuchen ist ein Klassiker aus dem Bergischen Land. Rote-Bete-Tatar liefert einen schönen farblichen Kontrast.“

Kochen mit Björn Freitag
Pillekuchen mit Speck an Rote-Bete-Tatar © Hubertus Schüler © Hubertus Schüler

Zutaten (für vier Personen): Für das Rote-Bete-Tatar: ½ Bund Dill, 1 Frühlingszwiebel, 1 Pck. vakuumverpackte vorgegarte Rote Bete (500 g; siehe auch Tipp), 1 EL Senf, 3 EL kalt gepresstes Rapsöl, Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer. Für den Pillekuchen: 125 g Räucherspeck, 2 Zwiebeln, 1 kg vorwiegend festkochende, Kartoffeln, 2 EL Weizenmehl (Type 405), 3 Eier (Größe M), 3 EL saure Sahne, 1 Prise Muskatnuss, 2 Prisen mildes Paprikapulver, Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer und 1 Bund Schnittlauch.

Kochbuch von Björn Freitag

Viel für wenig

Überraschend, unterhaltsam und absolut trendy: So präsentieren Björn Freitag und seine Ernährungsexpertin AnjaTanas ihr Fachwissen im Buch zur WDR-Sendung. Neben etwa 50 Rezepten zum günstigen Preis werden alle wichtigen Fragen rund um Einkauf und Zubereitung beantwortet. Auch zum gesunden, aber sparsamen Snacken gibt es viele nützliche Tipps. – ISBN 192 Seiten, 48 Foto, 22 Euro.

Zubereitung (40 min.):

  • Für das Tatar den Dill waschen, trocken schütteln und fein hacken. Frühlingszwiebel putzen, waschen und in feine Röllchen schneiden. Die Roten Beten in sehr kleine Würfel schneiden und mit Dill, Frühlingszwiebel, Senf und Rapsöl in einer Schüssel vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und beiseite stellen.
  • Für den Kuchen den Speck in feine Würfel schneiden. Zwiebeln schälen und fein hacken. Kartoffeln schälen und in feine Stifte schneiden. Speck, gehackte Zwiebeln und Kartoffelstifte in einer großen Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze unter gelegentlichem Rühren goldbraun anrösten.
  • Inzwischen Mehl, Eier, saure Sahne, Muskat und Paprikapulver mit etwas Salz und Pfeffer in einer Schüssel vermengen. Den Schnittlauch waschen, trocken schütteln, in feine Röllchen schneiden und bis auf 1 EL hinzufügen.
  • Die Eiermasse gleichmäßig über die Kartoffelmischung gießen, auf niedrige Hitze stellen, Deckel aufsetzen und etwa 3 Minuten stocken lassen.
  • Den Pillekuchen in vier Stücke schneiden, mit dem Rote-Bete-Tatar auf vier Tellern anrichten, mit Schnittlauch garnieren und servieren.

Tipp: Wer den Aufwand nicht scheut, der verwendet drei frische Rote Beten (etwa 550 g): Die Beten waschen, in einen Topf geben, mit Wasser bedecken, 50 ml Weißweinessig und 1 TL Salz zugeben, aufkochen und 50 Minuten garen. Dann abgießen, schälen und wie oben beschrieben verwenden.

Reste-Trifle

“Kuchen- oder Keksreste bekommen bei dieser Leckerei eine letzte Chance – ein herrlich unkompliziertes Dessert oder einfach was zum Naschen zwischendurch“, meint Björn Freitag. „Statt Skyr kann man genauso gut normalen Naturjoghurt verwenden.“

Reste-Trifle © Hubertus Schüler © Hubertus Schüler

Zutaten (für vier Personen): 300 g Kekse (alternativ trocken gewordener Rührteig- oder Biskuitkuchen), 2 Zweige Rosmarin, 3 EL Butter, 3 EL Honig, 300 g Blaubeeren, 300 g Skyr, Saft von ½ Zitrone und 150 g gemahlene Mandelkerne.

Zubereitung (25 Minuten plus mindestens 2 Stunden, 10–30 Minuten Kühlzeit):

  • Die Kekse in einen Gefrierbeutel geben, mit einem Nudelholz oder einer Pfanne zu Krümeln verarbeiten und in eine Schüssel füllen.
  • Rosmarin waschen, trocken schütteln und die Nadeln fein hacken.
  • Butter in einem Topf zerlassen. Rosmarin und 1 EL Honig einrühren, die Mischung über die Kekskrümel träufeln und vermengen.
  • Die Masse auf vier kleine Dessertgläser verteilen, fest andrücken und
    30 Minuten im Kühlschrank oder 10 Minuten im Gefrierfach kalt stellen.
  • Blaubeeren waschen und abtropfen lassen. Die Hälfte der Beeren mit dem restlichen Honig im Standmixer oder mit dem Stabmixer zu einer feinen Mousse verarbeiten.
  • Skyr, Zitronensaft und restliche Beeren zur Blaubeermousse geben, vermengen und in die Gläser mit der Keksmasse füllen. Im Kühlschrank mindestens 2 Stunden kalt stellen.
  • Die Mandeln in einer beschichteten Pfanne ohne Fettzugabe unter Rühren anrösten und abkühlen lassen.
  • Zum Servieren die Reste-Trifles mit den gerösteten Mandeln bestreuen und genießen.
Über den Autor
Redaktionsleiter in Dorsten
Veränderungen gab es immer, doch nie waren sie so gravierend. Und nie so spannend. Die Digitalisierung ist für mich auch eine Chance. Meine journalistischen Grundsätze gelten weiterhin, mein Bauchgefühl bleibt wichtig, aber ich weiß nun, ob es mich nicht trügt. Das sagen mir Datenanalysten. Ich berichte also über das, was Menschen wirklich bewegt.
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Stefan Diebäcker

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