Tod bei Festnahme: Erstes Obduktionsergebnis liegt vor

40-Jähriger starb

Der 40-jährige, der am Samstag bei einer Festnahme kollabierte und später im Krankenhaus starb, ist inzwischen obduziert worden. Eine mögliche Todesursache kann ausgeschlossen werden.

Dorsten, Marl

, 16.04.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Straße Am Kanal an der Stadtgrenze zwischen Marl und Dorsten.

Der tragische Vorfall ereignete sich an der Straße Am Kanal an der Stadtgrenze zwischen Marl und Dorsten. © Guido Bludau

Der 40-jährige Mann, der am Ostersamstag nach einem Polizeieinsatz auf der Straße Am Kanal an der Stadtgrenze zwischen Dorsten und Marl gestorben ist, wurde inzwischen obduziert. Vorläufiges Ergebnis: Gewaltanwendung als Todesursache ist ausgeschlossen.

Oberstaatsanwältin Anette Milk berichtete auf Nachfrage, dass zusätzlich eine toxikologische Untersuchung angeordnet worden sei. Bis zu einem Ergebnis können jedoch mehrere Wochen vergehen.

Festnahme nach einem Fall von häuslicher Gewalt

Der 40-Jährige war am Samstagmittag auf der Straße Am Kanal von Polizeibeamten gestellt worden, nachdem der Polizei ein Fall von häuslicher Gewalt in Marl-Brassert gemeldet worden war. Die Polizei berichtete am Ostersonntag, der Mann habe sich gegen die Festnahme gewehrt und zunächst Widerstand geleistet.

Dann sei er plötzlich bewusstlos zusammengebrochen. Ein sofort alarmierter Notarzt und weitere Rettungskräfte versorgten den 40-Jährigen auf der Straße und brachten ihn ins Krankenhaus. Dort ist er später gestorben.

Aus Neutralitätsgründen führte zunächst die Polizei Dortmund die weiteren Ermittlungen zu diesem Vorfall, nach Ostern übernahm die Staatsanwaltschaft Essen.

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