Tödlicher Verkehrsunfall hat gerichtliches Nachspiel

Tragödie auf A 31

Drei Tote, sechs ausgebrannte Fahrzeuge und ein Sachschaden, der in die Hunderttausende ging: So lautete die verheerende Bilanz eines Massenunfalls auf der A31 im vergangenen Juli. Nächste Woche beschäftigt der Fall das Essener Landgericht.

DORSTEN/ESSEN

von Von Martin von Braunschweig

, 26.04.2011, 18:04 Uhr / Lesedauer: 1 min

Für drei junge Männer aus Viersen und Möchengladbach kam damals jede Hilfe zu spät. Sie saßen in einem VW Golf, der als erstes von dem heran brausenden LKW erfasst wurde. Das Fahrzeug fing Feuer und brannte völlig aus. Keiner der drei Insassen schaffte es noch rechtzeitig, die Todesfalle zu verlassen. Augenzeugen berichteten damals, die Wucht des Aufpralls habe „mehrere Autos durch die Luft gewirbelt“. Ein Fahrzeug wurde sogar in einen Grünstreifen neben der Autobahn geschleudert. Nicht nur der Golf, sondern auch fünf weitere Fahrzeuge gerieten in Brand.

Durch die Hitzeentwicklung wurde die Fahrbahn so stark beschädigt, dass sie erst am nächsten Tag wieder vollständig für den Verkehr freigegeben werden konnte. Der Prozess beginnt am Dienstag vor der 2. Strafkammer des Essener Landgerichts. Die Richter haben bisher insgesamt drei Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil könnte am Freitag, 6. Mai, gesprochen werden. Die Höchststrafe für fahrlässige Tötung beträgt fünf Jahre Haft. 

Lesen Sie jetzt