Tolle Stimmung beim "Dorstival"

DORSTEN „Ich will ein Kind von dir,“ kreischte eine junge Frau in Richtung Konzertbühne. Ob dieser Wunsch am späteren Abend noch erfüllt wurde, ist unbekannt.

von Von Ralf Pieper

, 27.01.2008, 18:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
"Ärzte im Praktikum" rockten erstmals das Publikum.

"Ärzte im Praktikum" rockten erstmals das Publikum.

Aber eines ist sicher: Fans und Musiker aus Dorsten feierten am Freitag und Samstag laut und ausgelassen ihre Party, das „Dorstival 2008“.

16 Dorstener Bands riefen, über 1000 Fans kamen - „volles Haus“ also im Treffpunkt Altstadt. Den Zuhörern wurde ein musikalischer Querschnitt durch die Dorstener Rock- und Pop-Szene geboten. Viele Musikstile, „alte Hasen“ und Newcomer auf der Bühne vereinten Fans zwischen 14 und 50. Rock'n'Roll, Punk, Metal, Alternative oder Pop, gecovert oder selbst geschrieben, englische oder deutsche Texte - es war für (fast) jeden Geschmack etwas dabei.

Erhöhter Puls

„Vertikal“ waren die „Opener“ am Freitagabend. Die Fans bekamen deutschsprachigen Punkrock „auf die Ohren“. Anschließend spielte „Pi“ bekannte Songs verschiedener Rock- und Pop-Größen. „3D“, „Voltage“, „Mendacity“, „Meconium“, „Kai Piranha“ und „Rotten Flesh“ erhöhten am Freitag den Puls und sorgten für einen lauten, schnellen und Schweiß treibenden Abend.

Es war die erste nikotinfreie Veranstaltung im Treffpunkt Altstadt. Aber natürlich waren die Umbaupausen zwischen den einzelnen Gigs willkommen und eine Menschentraube stürmte aus dem Konzertsaal ins Freie. Viele Musiker lobten die „gute Luft“ im Saal. Ein Sänger bestätigte (während er sich eine Zigarette drehte), viel besser „bei Stimme“ zu sein ohne „Smog“.

Auf dem Siedepunkt

Neue Bands wie „Boker Tow“, „Bilk“ und „Ärzte im Praktikum“ stellten sich am Samstagabend erstmals dem Dorstival-Publikum. Klassischen Deutschpunk knüppelte das Trio „Eure Artgenossen“. Die über Dorstens Grenzen hinweg bekannte Band „Reverse“ riss das Publikum mit ihrem Grunge-Rock mit. „Underwater Affair“, „Hump'n Stiel“ und „Positive Duck“ sorgten mit dafür, das Stimmungsthermometer auf den Siedepunkt zu treiben. Zwei Abende Musik pur: Die Fans und Musiker waren begeistert. „Ein tolles Publikum, es macht riesig Spaß hier zu spielen,“ meinte ein Bandmitglied von „Vertikal“. Ein großes Lob auch an die Fans, die ausgelassen und wild, aber immer friedlich feierten.

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