Traditionsreiches Wollhaus ist in Fußgängerzone von Dorsten gezogen

mlzNeueröffnung

Stricken und häkeln: Darum geht es im „Wollhaus“. Das einzige Fachgeschäft seiner Art in Dorsten hat jetzt einen neuen Standort. Und der hat für Inhaberinnen und Kundinnen viele Vorteile.

Dorsten

, 30.04.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Ladenlokal am alten Standort an der Ursulastraße ist quasi abgesperrt, rundherum wird kräftig gebaggert. „Das hätte uns das Geschäft kaputt gemacht“, sagt Anke Kaletowski-Esser. „Deswegen haben wir dem Zeitpunkt unseres Umzugs richtig viel Glück gehabt“, ergänzt Mit-Inhaberin Daniela Rommeswinkel.

Zumal die neue Adresse perfekt gelegen ist. „Das Wollhaus“, das die beiden Dorstenerinnen betreiben, befindet sich in der Essener Straße 7. Dort also, wo einst Elektro Baumann ein Geschäft betrieb und zuletzt ein Blumen-Lädchen seine Türen geöffnet hatte.

Viel mehr Laufkundschaft

„Hier am Anfang der Fußgängerzone haben wir viel mehr Laufkundschaft“, diese positive Erfahrung haben die beiden Inhaberinnen schon nach den ersten Tagen gemacht. „Und unsere Nachbarn freuen sich, dass ein bodenständiges und Inhaber-geführtes Geschäft hinzugekommen ist.“

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In der vergangenen Woche hat das neue „Wollhaus“ - das einzige Fachgeschäft seiner Art in Dorsten - nach fünfwöchiger Auszeit eröffnet, und damit ein paar Tage früher als geplant. „Eigentlich sollte es erst Anfang Mai soweit sein“, erzählt Anke Kaletowski-Esser. Doch in Coronazeiten ist alles anders.

Und so hatten die beiden Geschäftsfrauen die Zeit genutzt, Schutzmasken zu nähen und diese ein paar Tage lang vor dem offiziellen Geschäftsstart zu verkaufen.

Beratungstheke und Regale des neuen "Wollhauses" an der Ursulastraße.

Beratungstheke und Regale des neuen „Wollhauses" an der Ursulastraße. © Michael Klein

Doch ab jetzt dreht sich alles nur noch um Wolle. So wie es auch die vielen Stammkundinnen erwarten. 2011 hatte Anke Kaletowski-Esser das traditionsreiche „Wollhaus“ an der Ursulastraße übernommen. Im vergangenen Jahr wurde Daniela Rommeswinkel ihre Geschäftspartnerin. „Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht“, sagt sie.

Platz für Lager und Büro

Der neue Laden wirkt auf den ersten Blick kleiner als der Vorgänger, ist er aber nicht. „Auch hier haben wir 60 Quadratmeter und sogar noch Platz für einen Lagerraum, ein Büro und eine Küche.“

Wolle in den unterschiedlichsten Farben und Facetten liegt in den Verkaufsregalen. Daneben gibt es Fachmagazine für das Stricken und Häkeln, auch Nadeln, Spitzen, Maßbänder und anderes Strickzubehör halten die beiden Inhaberinnen bereit.

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Selbst „fertige“ Textilien wie Pullover, Taschen, Socken und Kindermode sind im Angebot. Handarbeit ist übrigens längst wieder in Mode gekommen, betonen die beiden Inhaberinnen. „Zu uns kommen 90-jährige Seniorinnen bis hin zu 15-jährigen Schülerinnen.“

Gruppenangebote liegen brach

Wegen der Coronakrise liegt eine Geschäftsaktivität allerdings derzeit brach. „Doch wenn das Kontaktverbot wieder aufgehoben ist, wollen wir unsere Gruppenangebote wieder aufnehmen“, sagte Daniela Rommeswinkel. Donnerstags abends wird dann wieder der fest gebuchte Strickkurs laufen, freitags der offene Stricktreff.

Der Coronakrise wegen gelten zunächst eingeschränkte Öffnungszeiten im Wollhaus: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag: 10 bis 15 Uhr. Mittwoch und Samstag: 10 bis 13 Uhr.
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