Trotz Brutsaison: Gehölzreste am Straßenrand entfernt und gehäckselt

Naturschutz

Auch entlang der Ausfallstraßen in Dorsten sammelt die Landesstraßenbau-Behörde derzeit die vielen Reste der Gehölzpflegearbeiten aus dem Winter ein - mit behördlicher Ausnahmegenehmigung.

Dorsten

, 31.03.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auch an der Kirchhellener Allee war am Dienstag eine Baumhäckselmaschine im Einsatz.

Auch an der Kirchhellener Allee war am Dienstag eine Baumhäckselmaschine im Einsatz. © Michael Klein

Zuerst der große „Kahlschlag“ - und jetzt werden die vielen Haufen an Ästen, Bäumen und Sträuchern entlang der großen Ausfallstraßen entfernt und an Ort und Stelle gehäckselt. Trotz Brutsaison. „Dabei stand doch in der Zeitung, dass man aus Schutz vor den Vögeln die Gehölzreste liegen lassen muss“, sorgt sich eine Leserin um die Tierwelt, die Unterschlupf in dem aufgeschichteten Fällholz gefunden hat.

Arbeiter schauen nach Vogelnestern

Auch an der Kirchhellener Allee (B 225) war am Dienstag ein solcher Trupp im Einsatz. „Wegen der großen Mengen, die in diesem Jahr bei unseren Gehölzpflegearbeiten an unseren Bundes- und Landstraßen angefallen sind, haben wir eine Ausnahmegenehmigung der Unteren Naturschutzbehörde bekommen“, sagt Nadia Leihs, Pressesprecherin der Straßenbaubehörde Straßen.NRW. „Die Mitarbeiter der beauftragten Firmen müssen aber einzeln schauen, ob sich Vogelnester oder Tiere in den Haufen befinden und dann vorsichtig drumherum das Gehölz entfernen.“

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Normalerweise müssen bis Ende Februar solche Gehölzabfälle entsorgt sein. „Doch in diesem Jahr sind die Firmen nicht damit hinterher gekommen“, so Nadia Leihs. Vor allem wegen der vielen Stürme mussten aus Gründen der Verkehrssicherheit mehr schadhafte und gefährdete Bäume, Totholz und Schwachäste als sonst an den Böschungen weichen.

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