Auch ein Rettungshubschrauber wurde zur A 31 gerufen. © Guido Bludau
Unfälle

Unfälle auf der A 31 – 17 Menschen, darunter mehrere Kinder, wurden verletzt (mit Video)

Auf der Autobahn 31 hat es am Samstagabend zwei schwere Unfälle gegeben. Nach Auskunft der Autobahnpolizei Münster wurden insgesamt 17 Menschen verletzt. Die Autobahn wurde gesperrt.

Die Unfälle passierten in Richtung Emden zwischen Schermbeck und Lembeck in einem Abstand von ungefähr einem Kilometer. Der erste Unfall geschah um 17.42 Uhr etwa auf Höhe der Anschlussstelle Lembeck. Ein Autofahrer aus Lingen kam laut Auskunft der Autobahnpolizei Münster wahrscheinlich wegen eines Reifenplatzers von der linken Fahrbahn ab, geriet ins Schleudern, krachte mehrmals in die Mittelschutzplanke und kollidierte mit einem Van auf der rechten Fahrspur.

Der zweite Wagen kam nach rechts ab und blieb auf dem rechten Seitenstreifen stehen. Sieben Menschen wurden in den beiden Fahrzeugen verletzt, so die Auskunft der Autobahnpolizei. Der aus Lingen stammende 54-jährige Fahrer, dessen VW Golf den Reifenplatzer hatte, und seine 30 und 34 Jahre alten Beifahrerinnen wurden schwer verletzt. In dem Van wurden der 45-jährige Fahrer aus Lingen, seine 46-jährige Beifahrerin sowie vier Kinder im Alter zwischen 11 und 15 Jahren leicht verletzt. Durch diesen Unfall entstand ein Stau.

Unfall am Stauende

Der zweite Unfall passierte dann am Stauende. Möglicherweise hatte eine Pkw-Fahrerin, eine 32-jährige Borkenerin, wegen des plötzlich einsetzenden Regens schlechte Sicht, bemerkte den Stau zu spät und krachte gegen 18 Uhr ins Stauende. Durch die Wucht des Aufpralls wurde ihr Auto herumgeschleudert und landete auf dem Dach. Das andere beteiligte Auto wurde 15 Meter weit nach vorne geschoben.

Der ebenfalls 32-jährige Beifahrer der Borkenerin und ein einjähriges Kind wurden leicht verletzt. Der 51-jährige niederländische Fahrer des anderen Autos und seine 45-jährige Beifahrerin aus Enschede wurden durch den Aufprall schwer verletzt. Drei Kinder im Alter zwischen 9 und 15 Jahren, die mit im Auto der Niederländer saßen, wurden leicht verletzt.

Damit korrigierte die Autobahnpolizei am Sonntag die Verletztenzahl vom Samstagabend. Dr. med. Nicolaus Schuback, der Ärztliche Leiter des Rettungsdienstes des Kreises Recklinghausen, hatte vor Ort noch von elf Verletzten gesprochen.

Eines der Fahrzeuge überschlug sich und landete auf dem Dach.
Eines der Fahrzeuge überschlug sich und landete auf dem Dach. © Guido Bludau © Guido Bludau

Ersthelfer packten mit an

Wertvolle Arbeit leistete auch Jens Dominik Greier-Buschhausen, der auf dem Weg zur Hauseinweihung seines Neffen war. Der ehemalige Rettungsassistent zögerte nicht lange, als er sah, dass es vor ihm gekracht hatte. Er übernahm zusammen mit einer Krankenschwester, die ein paar Autos weiter hinten im Stau stand, die Erstversorgung einer Patientin.

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Schwere Unfälle auf der A 31

„Sehr viele hilfsbereite Menschen“

„Gott sei Dank gab es sehr viele hilfsbereite Menschen, die zusammengearbeitet haben, bis die Einsatzkräfte eingetroffen waren“, lobte er. Es sei keiner weitergefahren und keiner durch die Unfallstelle gefahren, was Greier-Buschhausen in seiner Karriere leider mehrfach erlebt habe.

Rettungskräfte aus dem gesamten Kreis Recklinghausen und aus dem Kreis Wesel waren zur Autobahn gerufen worden, die vollgesperrt wurde.

Ein Rettungshubschrauber wurde angefordert und flog einen Patienten ins Krankenhaus. Die übrigen Verletzten wurden mit Rettungsfahrzeugen in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Der entstandene Sachschaden wird auf 40.000 Euro geschätzt.

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Redaktion Dorsten
Bianca Glöckner ist gebürtige Dortmunderin und lebt seit 1992 in Marl. Nach ihrer Ausbildung zur Verlagskauffrau bei Lensing Media und ihrem Redaktionsvolontariat arbeitete Bianca Glöckner zunächst zehn Jahre lang in der Lokalredaktion in Haltern, seit 2007 ist sie Redakteurin in Dorsten.
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Bianca Glöckner
Freier Mitarbeiter
Als „Blaulicht-Reporter“ bin ich Tag und Nacht unterwegs, um über Einsätze von Polizei und Feuerwehr seriös in Wort und (bewegten) Bildern zu informieren. Dem Stadtteil Wulfen gehört darüber hinaus meine besondere Leidenschaft. Hier bin ich verwurzelt und in verschiedenen Vereinen aktiv. Davon profitiert natürlich auch meine journalistische Arbeit.
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Guido Bludau

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