Hildegard Hemmer (r.), Vorsitzende SkF, und ihre Mitstreiterin Evamaria Stankewitz (l.) hoffen, dass der Betrieb nach der Sanierung an Ort und Stelle wieder aufgenommen werden kann. © Claudia Engel
Versicherungsschaden

Verheerendes Feuer vernichtete Kleiderkammer: So wird es weitergehen

Das Feuer in der Kleiderkammer an der Crawleystraße war verheerend. Helferinnen sind ratlos, wie sie ihre Arbeit fortsetzen können. Spenden könnten den Wiederaufbau beschleunigen.

Es stinkt gewaltig in dem Containerbau an der Crawleystraße. Vor und neben der Eingangstür stapeln sich unbrauchbar gewordene Kleidungsstücke und Sachspenden. „Wenn sie sich länger als ein paar Minuten in dem Gebäude aufhalten, müssen Sie Ihre Kleidung waschen“, sagt Hildegard Hemmer, Vorsitzende des Sozialdienstes katholischer Frauen.

Sie und weitere ehrenamtliche Helferinnen statten bedürftige Mitmenschen seit langer Zeit mit Kleidung gegen eine kleine Geldspende aus oder geben Spielzeug und andere Sachspenden an Benachteiligte weiter. Seit dem Feuer am 25. Oktober in der Kleiderkammer an der Crawleystraße ruht das soziale Engagement der SkF-Frauen. „Wir können zurzeit gar nichts machen“, so Hildegard Hemmer und ihre Mitstreiterin Evamaria Stankewitz.

Eine gute Nachricht in schwierigen Zeiten

Am Freitag traf es sich gut, dass Rainer Frenzer, Leiter des Serviceteams der Dorstener Wohnungsgesellschaft (DWG), unversehens an Ort und Stelle auftauchte. Er hatte leidlich gute Nachrichten für die beiden Damen des SkF: „Ich habe gerade mit dem Vertreter der Gebäudeversicherung gesprochen. Sie wird für die Brandschäden am Haus eintreten“, sagte er.

Nach dem verheerenden Brand in der SkF-Kleiderkammer an der Crawleystrraße bietet sich ein Bild der Verwüstung in dem Containerbau und vor der Tür.
Nach dem verheerenden Brand in der SkF-Kleiderkammer an der Crawleystrraße bietet sich ein Bild der Verwüstung in dem Containerbau und vor der Tür. © Claudia Engel © Claudia Engel

Denn: Die Brandursache steht fest. Ein technischer Defekt an der Nachtspeicherheizung soll in der Nacht vom 25. Oktober das folgenschwere Geschehen im Container in Gang gesetzt und das komplette Inventar vernichtet haben.

Kein Geld für den Abtransport des beschädigten Inventars

Für die Beseitigung der beschädigten und unbrauchbar gewordenen Spenden im Container und vor der Tür tritt die Versicherung allerdings nicht ein. „Als Verein können wir keine 1300 bis 1500 Euro, so wird geschätzt, für den Abtransport aufbringen“, so Hildegard Hemmer.

Sie hofft deshalb inständig, dass spendenfreudige Dorstener dazu beitragen, dass der Wiederaufbau an der Crawleystraße beschleunigt werden kann. Voraussetzung dafür: „Dass die Stadt Dorsten, der das Gebäude gehört, grünes Licht für die Sanierung gibt. Wir hoffen zudem, dass wir die Kleiderkammer am selben Ort weiterführen können“, so Hemmer und Stankewitz.

Verbrannte und verkohlte Kleiderüberreste und Sachspenden liegen neben der Eingangstür.
Verbrannte und verkohlte Kleiderüberreste und Sachspenden liegen neben der Eingangstür. © Claudia Engel © Claudia Engel

Die Nachrichten, die Rainer Frenzer überbrachte, deuten erst einmal auf einen guten Ausgang hin. Einen Umzug, wie vor wenigen Jahren vom Duvenkamp zur Crawleystraße können sich die ehrenamtlich tätigen SkF-Frauen nicht vorstellen: „Das schaffen wir nicht noch einmal“, so Evamaria Stankewitz.

Aber vielleicht ist ja mit viel gutem Willen auf der einen Seite und tatkräftiger finanzieller Unterstützung auf der anderen Seite eine zufriedenstellende Lösung für alle Beteiligten in Sicht. Denn: „Viele Bedürftige sind auf unsere Hilfe angewiesen. Sie leiden in der Corona-Lockdown-Zeit besonders“, sagen die SkF-Frauen.

Hier das Spendenkonto des SkF für den Abtransport des beschädigten Inventars:

Sozialdienst katholischer Frauen e.V., Bankverbindung Sparkasse Vest Recklinghausen, IBAN: 62 426 501 50 00 7000 39 34

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Seit 20 Jahren als Lokalredakteurin in Dorsten tätig. Immer ein offenes Ohr für die Menschen in dieser Stadt, die nicht meine Geburtsstadt ist. Das ist Essen. Ehefrau, dreifache Mutter, zweifache Oma. Konfliktfähig und meinungsfreudig. Wichtige Kriterien für meine Arbeit als Lokalreporterin. Das kommt nicht immer gut an. Muss es auch nicht. Die Leser und ihre Anliegen sind mir wichtig.
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Claudia Engel

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