Am Luner Weg: Bagger wühlt sich nach Brückenabriss durchs Wienbachbett (mit Video)

mlzVerkehrsführung Marienviertel

Zahlreiche Dorstener haben den Luner Weg gerne als Schleichweg zur Wienbecke genutzt. Wegen der maroden Wienbachbrücke war der Weg versperrt. Jetzt türmen sich dort Rohre und Erdreich.

Dorsten, Hervest

, 29.11.2019, 15:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Anstelle der maroden Wienbachbrücke am Luner Weg im Marienviertel ist seit einigen Tagen ein Schaufelbagger am Werk. Nach dem schrittweisen Rückbau der alten Brücke hat der Lippeverband als Eigentümer noch einige Arbeiten vor der Nase, bevor die neue Brücke gebaut werden kann. Die Zuwegung zur Brücke ist gesperrt. Umleitungsschilder zeigen Radfahrern, wo es langgeht.

Laut Anne-Kathrin Lappe, Sprecherin des Lippeverbandes, musste der Wienbach aufgestaut und umgeleitet werden, bevor in das Bachbett Profile eingebaut werden können, die das spätere neue Brückenbauwerk solide abstützen. Das geschieht zurzeit: Ein Bagger wühlt sich durch das Wienbachbett, schaufelt Erdreich zur Seite, bevor das Fundament für die Brücke gelegt wird.

Der Abriss der Wienbachbrücke im Marienviertel from Ruhr Nachrichten on Vimeo.

Die neue Brücke ist großzügig dimensioniert. „Alles, was wir geplant haben, ist in enger Abstimmung mit der Stadt Dorsten geschehen“, sagte Anne-Kathrin Lappe, Sprecherin des Lippeverbands, auf unsere Anfrage. Die Brücke ermöglicht Lkw- und Kfz-Verkehr das Befahren in beide Richtungen, sowohl in Richtung der Straße An der Wienbecke als auch in umgekehrte Richtung.

Am Luner Weg: Bagger wühlt sich nach Brückenabriss durchs Wienbachbett (mit Video)

Die Abrissarbeiten an der Wienbachbrücke sind im vollen Gang. Zahlreiche Schilder zeigen wahlweise die Straßensperrung, die Umleitung für Radfahrer und die verbotene Durchfahrt an. © Claudia Engel

Die Fahrbahnbreite für den Kfz-Verkehr beträgt 3.50 Meter. Die Brücke selbst wird etwa 6.50 Meter breit sein, weil auf einer Seite ein 1.80 Meter breiter geschützter Bordstein für Radfahrer und Fußgänger gebaut wird und auf der anderen Seite ein Notstreifen: „Die Bordsteine sind räumlich getrennt von der Fahrbahn“, so Anne-Kathrin Lappe.

Politik stimmt noch über endgültige Verkehrsführung ab

Wie die endgültige Verkehrsführung am Luner Weg aussehen soll, dazu hat die Bürgerschaft aus dem Viertel eine klare Vorstellung. Bei der jüngsten Versammlung der Initiative Zukunft Marienviertel (IZM) wurde dem Bürgermeister ein Meinungsbild skizziert.

„Eine Mehrheit gibt es für die Wiedereröffnung des Luner Wegs zwischen Möllenweg und Marienstraße nach Fertigstellung der Wienbachbrücke in beide Richtungen mit einer Begrenzung auf 30 km/h“ - so heißt es in einer Zusammenfassung auf der Homepage der IZM.

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