Visionäre Künstler gestatten Einblicke in Parallelwelten

17.09.2007, 18:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dorsten In unbestechlichen Grün-, Gelb- und Brauntönen schimmert er dem Betrachter entgegen und je nach Blickwinkel und Lichteinfall entfalten die filigranen Farbspiele seiner Flügel einen ganz eigenen Glanz.

Der Schmetterling "Teinopalpus imperialis" ziert das Plakat der aktuellen Ausstellung des Kunstvereins Virtuell-Visuell. Wer am Sonntag bei der Eröffnung die weitläufigen Räume des Woolworth-Hauses betrat, konnte ihn in seiner ganzen Schönheit bewundern. Schmetterlinge, Käfer und farbenprächtige Blüten, aus winzigen Glasperlen zusammengefügt, das sind die außergewöhnlichen Objekte von Lea Lenhart aus der Schweiz, die nur einen kleinen Teil der Gruppenausstellung bilden. "Pars pro toto - Visionäre Tendenzen der Gegenwartskunst", so der Titel der Ausstellung. Insgesamt zehn Künstler aus drei Generationen sind beteiligt und stehen als Teil für das Ganze der Gegenwartskunst. Und - wie die Idee der Ausstellung bereits verrät - so unterschiedlich die Werke und die Techniken der Künstler auch erscheinen mögen, so haben sie doch eins gemein: eine starke visionäre Kraft. Kurator und Kunsthistoriker Klaus Siepmann vom Kunst-Service Düsseldorf zeigte sich beeindruckt von der außergewöhnlichen Komposition der Werke. Die großformatigen Leinwandmalereien von Katja Gärtner aus Düsseldorf, deren Gegenständlichkeit sich häufig erst auf den zweiten Blick eröffnet, fanden genauso ihren Platz wie das Spiegelobjekt von Christian Megert, welches im Licht der deckenhohen Fenster wunderschöne Reflexionen zuließ.

Parallelwelten

Angelika Krumat, Vorsitzende von Virtuell-Visuell und Klaus Siepmann freuten sich auch den Vater der Idee, aus ausgedienten Hochseeschiffen fahrende Kunstwerke zu gestalten, Jürgen Preuss begrüßen zu können. Mit den Metall- und Magnetobjekten von Keisuke Matsuura aus Kyoto, den Holzschnitten des peruanischen Künstlers Juan Collantes, den Monotypien von Gunnar Wolf, Videokunst von Daniela Georgieva und den Bleistiftzeichnungen von Astrid Brandt sind und ganze "Parallelwelten an visionärer Kraft" eröffnen, reiht sich ein Teil ans andere und verschiedenste Techniken, Farben und Formen bilden einen bunten Strudel des Gros.

Bis zum 30.09. wird die Ausstellung Do und Fr von 16-19 Uhr und Sa von 11-16 Uhr geöffnet sein. tif

Lesen Sie jetzt