Völlig marode: Auch der Rumpf des Tisa-Brunnens auf dem Marktplatz wird jetzt abgebaut

Marktplatz-Umbau

Die Stadt Dorsten lässt nun auch die Überreste des beliebten Brunnens auf dem Marktplatz abbauen. Ein Fingerzeig in der kontroversen Debatte um den künftigen Standort ist dies aber nicht.

Dorsten

, 10.03.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der marode Brunnenkörper wird bald abgebaut. Die Bauarbeiter nutzen ihn inzwischen als Ablageplatz.

Der marode Brunnenkörper wird bald abgebaut. Die Bauarbeiter nutzen ihn inzwischen als Ablageplatz. © Michael Klein

Die Umbauarbeiten auf dem Marktplatz schreiten voran, die Pflaster-Arbeiter rücken dem Tisa-Brunnen immer näher auf den Leib. Bald wird auch der Rumpf des Brunnens abgebaut, der inzwischen als Ablageplatz für Werkzeuge und Baumaterialien genutzt wird.

„Nach Sicherung der künstlerisch bedeutenden Reliefplatten hatte sich herausgestellt, dass der Tragkörper außerordentlich marode ist und erneuert werden muss“, so die Stadt: „Die Fläche soll im weiteren Ausbau des Marktplatzes so gesichert werden, dass der ursprüngliche Standort für einen möglichen Wiederaufbau erhalten bleibt.“

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Der Abbau ist also kein Fingerzeig für den zukünftigen Standort des Brunnens. Stadtbaurat Holger Lohse hatte eine Diskussion zu dessen Zukunft initiiert. Die Bürger werden dabei um ihre Meinung gebeten. SPD-Fraktions-Chef Friedhelm Fragemann hatte angeregt, den Beirat für Kunst im öffentlichen Raum zu beteiligen. Dieser und die Politik werden nun gehört, bevor eine Entscheidung getroffen wird.

„Empörungslyrik nicht hilfreich“

„Ich hätte den Brunnen auch gern am bisherigen Standort, wir müssen aber alle Argumente abwägen“, so Fragemann: Es gehe auch um finanzielle und bauliche Nachhaltigkeit. „Empörungslyrik ist nicht hilfreich“, so der SPD-Mann an die Adresse der CDU. Die hatte von „Kunstraub“ gesprochen.

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